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missio Aachen warnt vor neuer Qualität der Gewalt gegen religiöse Minderheiten in Pakistan

© gemeinfrei / de.wikipedia.org

missio-Präsident Prälat Krämer: Abschaffung der Blasphemiegesetze und Reformierung des Schulunterrichts in Pakistan immer dringlicher – Hilfswerk startet „Aktion Lebenszeichen“ für bedrängte Christen in aller Welt

24. September 2013

Vor einer neuen Qualität der Gewalt gegen religiöse Minderheiten in Pakistan hat Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, am heutigen Dienstag gewarnt. Am vergangenen Wochenende sind bei einem Anschlag auf eine anglikanische Kirche im pakistanischen Peshawar nach Agenturberichten mindestens 75 Menschen getötet worden. „Christen und andere religiöse Minderheiten in Pakistan sind zwar in der Vergangenheit schon Opfer von Angriffen geworden, Kirchen und Gottesdienste sind davon aber bisher weitgehend verschont geblieben, es hat auch ein solches Ausmaß an Toten und Verletzten bisher nicht gegeben“, so missio-Präsident Krämer. „Es bereitet uns Sorge, dass Christen jetzt anscheinend nicht mehr ohne Angst Gottesdienst feiern können. Damit wird christliches Leben in Pakistan noch schwieriger, als es bisher schon war,“ sagte Prälat Krämer. „Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen Tagen zuallererst bei den Opfern und ihren Familien und Freunden.“

„Die pakistanische Regierung muss alles dafür tun, religiöse Minderheiten zu schützen. Die Bewachung von Kirchen durch Sicherheitskräfte ist in der angespannten Lage ein wichtiges Element. Noch wichtiger aber ist die Arbeit für einen dauerhaften Religionsfrieden und Harmonie zwischen den Glaubensgruppen“, forderte Prälat Krämer als Konsequenz aus dem Anschlag. „Die Rechte religiöser Minderheiten sind in Pakistan stark eingeschränkt. Dies betrifft nicht allein die Christen, sondern auch Schiiten, Ahmadis, Hindus und Sikhs,“ meinte der missio-Präsident weiter. „Die Abschaffung der Blasphemiegesetze und die Reformierung des Schulunterrichts mit Blick auf die Darstellung der Religionen sind unverzichtbar, wenn man der Gewalt in Pakistan den Boden entziehen will“, sagte Krämer.

missio arbeitet sehr eng mit kirchlichen Partnern in Pakistan zusammen, die genau diese Ziele verfolgen und sich für Frieden und Verständigung zwischen Christen und Muslimen einsetzen, so zum Beispiel das Peace Centre der Dominikaner in Lahore, das ökumenisch ausgerichtete Christian Study Centre in Rawalpindi und die Justitia et Pax-Kommission der katholischen Bischofskonferenz. „Solche Initiativen verdienen unsere Unterstützung,“ so der missio-Präsident weiter, „denn sie setzen sich genau für das ein, was Papst Franziskus in Zusammenhang mit dem Anschlag gefordert hat: Einsatz für eine bessere Welt, eine Welt des Friedens.“

Rund 95 Prozent der Pakistanis sind Muslime, 80 Prozent davon Sunniten. Christen und Hindus haben jeweils einen Anteil von weniger als zwei Prozent an der Bevölkerung. In der Gesellschaft herrscht das Bild vor, dass ein „richtiger Pakistani“ Muslim ist. Der Schulunterricht stellt alle nicht-islamischen Religionen, darunter das Christentum, zudem als minderwertig dar, so dass ihre Anhänger unter Anfeindungen ihrer muslimischen Mitbürger zu leiden haben.

missio Aachen startet am 7. Oktober eine „Aktion Lebenszeichen“, um in Deutschland spirituelle Solidarität mit bedrängten Christen in aller Welt zu organisieren. Das Hilfswerk stellt interessierten Gruppen und Bürgern Aktionsmaterial, Infoflyer und Liturgische Hilfen zur Verfügung, mit denen sie Gottesdienste oder andere öffentliche Veranstaltungen organisieren können, in denen am Beispiel des Schicksals vier bedrängter Christen aus Pakistan, Ägypten, Nigeria und Indonesien auf Verletzungen des Menschenrechts der Religionsfreiheit weltweit hingewiesen wird. Die bedrängten Christen aus aller Welt sollen so symbolisch in die Mitte der deutschen Gesellschaft geholt werden.

Linktipps:
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