Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017 » Afrikatag 2018 » Kollektenaufruf und -termine » Reportage
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

missio-Partner berichten von großer Angst der Menschen im Südsudan

© Wikimedia Commons

Versorgungslage kritisch - starke Fluchtbewegungen

Partner des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen im Südsudan sehen angesichts bürgerkriegsartiger Zustände mit großer Angst Weihnachten entgegen. Die Versorgungslage sei kritisch und und die in den jüngsten Tagen gestiegenen Lebensmittelpreise kaum noch zu bezahlen. Dies berichtete am heutigen Montag missio-Länderreferent Hans-Peter Hecking nach Gesprächen mit dem deutschen Bruder Bernhard Hengl vom katholischen Comboni-Orden, der im Südsudan geblieben ist.

23. Dezember 2013

Nach Auskunft des Ordensmannes seien derzeit 40.000 Menschen zu Fuß und ohne Wasser, Nahrung und äußere Sicherheitsmaßnahmen aus dem krisengeschüttelten Jonglei-State nördlich der Hauptstadt Juba unterwegs in Richtung kenia, um in den 500 Kilometer entfernten Flüchtlingslagern von Kakuma und Daadab Aufnahme zu finden. Hengl habe zudem berichtet, dass rund 50.000 Erwachsene und Kinder auf dem Grundstück der katholischen Kathedrale in Juba unter freiem Himmel übernachteten.

"Die hygienischen Verhältnisse werden zum Problem und man befürchtet den Ausbruch von Cholera", so missio-Referent Hecking. Die vergangenen Tage seien für die Menschen "Wahnsinn" gewesen. Bruder Hengl habe weiter beobachtet, dass die Menschen den Südsudan in Scharen und überstürzt in Richtung Uganda, Kenia, Kongo oder Mali verließen. Sie nutzten Autos, Flugzeuge, Motorräder oder Lastwagen. Sie säßen auf offenen Ladeflächen ohne Wasser, Nahrung und Schutz vor Sonne und Staub. Familien unterschiedlicher Stämme flüchteten in großer Zahl und Panik in Regierungs- und Firmenautos aus Juba.

Bruder Hengl sehe die Gewalttätigkeit der Auseinandersetzungen als Folge der Verrohung bei einigen Menschen nach drei Jahrzenten Krieg im Südsudan. Einer seiner Mitarbeiter habe etwa direkt hinter dem Grundstück des Pristerseminars folgende Bluttat gesehen: Eine Dinka-Familie sei friedlich vor ihrer Hütte gesessen. Ein Soldat, ein Nuer, sei vorbeigekommen und habe ohne ein Wort zu sagen den Familienvater erschossen. Die Familie habe er traumatisiert zurück gelassen. "Wir sollten an weihnachten für die Manschen im Südsudan beten und die Politik muss alles daran setzen, den Konflikt zu entschärfen", sagt missio-Referent Hecking.

Linktipp:
Länderübersicht Südsudan

© 2009-2017 missio Aachen