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Kongo begrüßt Apple-Entscheidung

Als das für die Herstellung von Mobiltelefonen benötigte Coltan zeitweise so wertvoll wie Silber wurde, witterten bewaffnete Gruppen im Osten Kongos mit all seinen Bodenschätzen ihr großes Geschäft.

14. Februar 2014

Das Internationale Katholische Hilfswerk missio in Aachen und die kongolesische Menschenrechtsorganisation „Gerechtigkeit und Frieden“ begrüßen die Entscheidung von Apple, zukünftig konfliktfreie Mineralien verwenden zu wollen. Das amerikanische Unternehmen hat angekündigt, in Zukunft vermehrt konfliktfreie Mineralien aus dem Kongo für die Herstellung zu verwenden. „Das ist ein positives Signal für uns im Kongo“, erklärte Justin Nkunzi, katholischer Priester und Direktor von „Gerechtigkeit und Frieden“ in Bukavu.

Mit der Aktion „Saubere Handys“ appellieren seit zwei Jahren das Hilfswerk missio und die Menschenrechtsorganisation im Osten Kongos an die führenden Mobilfunkunternehmen, keine Mineralien aus der Bürgerkriegsregion zu verwenden. Rund 10.000 Menschen unterstützten die Aktion Saubere Handys, darunter die Politiker wie Hermann Gröhe, Cem Özdemir, Herta Däubler-Gmelin und Prominente wie Horst Lichter und Hannes Jaenicke.

Die reichen Bodenschätze in der Demokratischen Republik Kongo sind eine der Ursachen für den seit Jahren andauernden Konflikt. Als das für die Herstellung von Mobiltelefonen benötigte Coltan zeitweise so wertvoll wie Silber wurde, witterten bewaffnete Gruppen im Osten Kongos mit all seinen Bodenschätzen ihr großes Geschäft. Der Kampf um das Coltan hatte begonnen. Gezielt wurden jene Regionen erobert, in denen sich die Minen befinden. Ein Bericht der Vereinten Nationen enthüllte bereits vor Jahren die internationalen Verstrickungen. Der Krieg konzentriere sich auf die Minen und den Handel mit Diamanten, Kupfer, Kobalt, Gold und Coltan, kritisierte der UN-Bericht. Gleichzeitig wurde eine Liste internationaler Unternehmen aufgelistet, die wertvolle Mineralien aus dem Kongo exportierten. „Kriminelle Kartelle“ hätten „weltweit Verbindungen“. Zahlreiche Unternehmen seien beteiligt und förderten den Krieg durch den Handel mit Waffen für Bodenschätze. Konfrontiert mit diesen dramatischen Fakten reagierten die Mobilfunkhersteller bislang mehr als zurückhaltend. Man könnte auf Grund der komplizierten Lieferketten gar nicht nachvollziehen, wo das Coltan herkäme, hieß es unisono.

Linktipps:
Aktion "Saubere Handys"
Länderübersicht DR Kongo

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