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Christinnen im Sudan, Pakistan und Nigeria in Gefahr

Asia Bibi (Pakistan)

missio fordert Freilassung und Ausreise für sudanesische Christin

25. Juni 2014

missio appelliert an die sudanesische Regierung, die Christin Mariam Jahia Ibrahim Ishag freizulassen und ihr die geplante Ausreise in die USA zu gewähren“, fordert Prälat Klaus Krämer, der Präsident von missio in Aachen am heutigen Mittwoch. „Wir sind in großer Sorge um die Sicherheit und um das Leben der 27-jährigen Mutter“.

Am Dienstag (24. Juni) war sie mit ihrer Familie im Flughafen von Khartum, der Hauptstadt des Sudans, an der Ausreise in die USA gehindert und verhaftet worden. Erst am Vortag war das Todesurteil gegen Mariam Jahia Ibrahim Ishag aufgehoben worden, die auf Grund der geltenden Scharia wegen der Abwendung vom islamischen Glauben angeklagt worden war. Die junge Frau sagt über sich selber, dass sie von ihrer christlichen Mutter im äthiopisch-orthodoxen Glauben großgezogen worden sei. „Der Fall enthält neben dem religiösen Aspekt noch eine politische Dimension“, erläutert Prälat Klaus Krämer. „Denn sie heiratete einen jungen Christen, der aus dem Südsudan stammt und der seit mehreren Jahren die amerikanischen Staatsbürgerschaft besitzt“. Der vorrangig christliche Südsudan erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom islamischen Sudan.

„Es ist besorgniserregend, dass auch in anderen Ländern gezielt Frauen und Christinnen ins Visier von Fanatikern geraten. So hat in Nigeria die islamistische Terrorgruppe Boko Haram weitere 60 Mädchen und Frauen entführt“, berichtet Prälat Klaus Krämer. Dramatisch sei auch die Situation in Pakistan, wo aktuell rund 1.250 Christen, Muslime, Hindus und andere religiöse Minderheiten wegen Blasphemie angeklagt sind, so Klaus Krämer. „Wir wollen die Freiheit für alle, die von diesem Gesetz in Pakistan betroffen sind, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist unteilbar", sagt der Präsident des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio.

Besonders der Fall der seit fünf Jahren inhaftierten Christin Aisia Bibi hat für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Wegen angeblicher Gotteslästerung ist sie zum Tode verurteilt worden. Morddrohungen erhält der Ehemann der inhaftierten Pakistanerin. Zwar befindet er sich in Freiheit, muss sich aber mit den gemeinsamen Kindern versteckt halten. „Wir sind schon öfters umgezogen. Seit dem Vorfall sind sie hinter mir her. Sie haben mich bedroht und mir am Telefon gedroht, mich umzubringen“, berichtet ihr Ehemann Aship Masih gegenüber missio. Selbst wenn die Christin aus dem Gefängnis entlassen werden würde, könne sie kein normales Leben führen. „Man wird ganz sicher versuchen, sie umzubringen. Ich wünsche mir, dass meine Frau freikommt. Wir hoffen dann, in einem sicheren Land außerhalb Pakistans leben zu können“, so der Ehemann.

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