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Katholisches Hilfswerk missio Aachen fordert von Bundesregierung Prüfung der Bedingungen einer UN-Friedenstruppe im Nordirak

missio-Präsident Dr. Klaus Krämer

und entsprechenden Einsatz bei den Vereinten Nationen. Schutz aller religiösen Minderheiten vor dem sogenannten Islamischen Staat (IS) drängt - Sanktionen für Unterstützer der IS notwendig - Beteiligung an humanitärer Luftbrücke - Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt Forderungen der christlichen missio-Partner aus dem Irak

8. August 2014

Das Internationale Katholische Hilfswerk missio in Aachen hat am Freitag in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, “schnellstmöglich die Bedingungen zur Einrichtung einer multidimensionalen UN-Friedenstruppe zum Schutz der Zivilbevölkerung im Nordirak zu prüfen”, so missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. Dies sollten die Vertreter der Bundesregierung in den entsprechenden Gremien der Vereinten Nationen mit Nachdruck verfolgen. Einen solchen Schutz brauchten insbesondere die gefährdeten Minderheiten der Christen, Yeziden, Shabak, Schiiten und Turkmenen, so Prälat Krämer weiter.

Angesichts der dramatischen Lage im Nordirak durch den Vormarsch der Truppen des sogenannten Islamischen Staats (IS) und der Vertreibung Hunderttausender Menschen, vor allem Christen und Yeziden, greife missio mit seinem Appell auch die Forderungen des chaldäischen Patriarchen Mar Louis Raphaël I. Sako und des Rates der Patriarchen der Orientalischen Kirchen auf, um sie gegenüber der Bundesregierung zu verstärken. Das Hilfswerk steht in ständigem Kontakt mit seinen Partnern im Irak.

missio-Präsident Krämer hat die Bundesregierung weiter gebeten, im Rahmen ihrer zwischenstaatlichen Kontakte bei der Regierung der Republik Irak und über die Regierung der Islamischen Republik Iran, die über erheblichen Einfluss auf die derzeitige Regierung des Irak verfüge, auf die Einrichtung eines Koordinationsstabs für die Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung hinzuwirken. Dieser Koordinationsstab solle aus Vertretern der Irakischen Zentralregierung, der Kurdischen Regionalregierung und einer möglichen UN-Friedenstruppe bestehen. Insbesondere appellierte Krämer an die Bundesregierung, sie möge die ihr “zugänglichen zentralen Informationen zu Staaten, Organisationen, Unternehmen und Personen öffentlich bekanntmachen, die IS mit Geld, Waffen oder auf sonstige Weise unterstützen, und darauf hinwirken, dass diese Unterstützung unverzüglich eingestellt wird". Die Bundesregierung solle sich im Rahmen der internationalen Staatengemeinschaft auf Grundlage von Resolution 2169 des UN-Sicherheitsrats vom 30. Juli 2014 darum bemühen, so Prälat Krämer in seinem Schreiben weiter, dass “effektive internationale Sanktionen gegenüber Staaten, Organisationen, Unternehmen und Personen verhängt werden, die ihre Unterstützung für IS nicht unverzüglich einstellen, inklusive der direkten und indirekten Unterstützung des Handels mit Erdöl, an dem IS beteiligt ist".

Weiter bittet missio Aachen die Bundesregierung, unverzüglich Maßnahmen für humanitäre Hilfe für Menschen in Not und auf der Flucht in die Wege zu leiten und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Republik Irak die Beteiligung an einer Luftbrücke und den Abwurf von Lebensmitteln und Hilfsgütern aus der Luft zu prüfen. Schließlich solle die Bundesregierung die Möglichkeit prüfen, gegebenenfalls zeitweilig aus humanitären Gründen irakische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Dies gelte im besonderen Falle zur medizinischen Behandlung von Verletzten.

Der Brief an die Bundesregierung kann hiernachgelesen werden.

Für Interviews steht der missio-Nahostexperte Dr. Matthias Vogt zur Verfügung.

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