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Kongress "MissionRespekt" eröffnet

v.l.n.r.: Pfarrer Christoph Anders (EMW), Prälat Dr. Klaus Krämer (missio Aachen) © MissionRespekt / Markus Nowak

Größere Gemeinsamkeit der Christen für Religionsfreiheit, soziale Gerechtigkeit und Frieden gefordert

27. August 2014

Angesichts der aktuellen, gewalttätigen Krisen in der Welt, in denen häufig Religion instrumentalisiert wird, sollen Christen in größerer Gemeinsamkeit für Werte wie Religionsfreiheit, soziale Gerechtigkeit oder Frieden einstehen. Dieser Appell geht von der Eröffnung des Kongresses "MissionRespekt. Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt" am heutigen Mittwochnachmittag, 27. August, in Berlin aus. Rund zwanzig Kirchen und Missionswerke aus landeskirchlicher, freikirchlicher, römisch-katholischer oder orthodoxer Tradition veranstalten den Kongress mit rund 250 Teilnehmenden aus aller Welt, der am morgigen Donnerstag endet.

"Das hat es in dieser Breite und Vielfalt in Deutschland noch nicht gegeben, allein das ist schon eine wichtige Botschaft", sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, das den Kongress gemeinsam mit dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) organisiert.

Der Kongress berät das Papier "Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt", das 2011 vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), dem Päpstlichen Rat für interreligiöse Angelegenheiten (PCID) und der Weltweiten Evangelische Allianz (WEA) verabschiedet wurde. Es enthält Prinzipien und Empfehlungen, wie sich der christliche Glaube öffentlich angemessen bezeugen und weitergeben lässt. Der Kongress will Möglichkeiten erörtern, wie diese Empfehlungen im Alltag der Christen wirksam werden können. In Deutschland soll ein Prozess vorangebracht werden, sich mit diesem Papier auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens zu beschäftigen. "Es geht uns darum, wie christliches Zeugnis unaufgeregt und sachlich möglich ist. Wie wichtig das ist, führen uns die aktuellen Ereignisse gerade vor Augen", so Michael Diener, Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) Träger des Kongresses ist.

Pater Professor Miguel Àngel Ayuso Guixot, Sekretär des Päpstlichen Rates für interreligiöse Angelegenheiten, berichtete, dass sich das Dokument "Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt" aus dem interreligiösen Dialog heraus entwickelt habe. Schnell hätten die Beteiligten bei früheren Gesprächen gemerkt, dass Fragen zum Beispiel von Konversion (Glaubenswechsel) und gegenseitiger Missionierung nicht allein zu Problemen zwischen den Religionen führten, sondern auch "Grund für Ärger zwischen den verschiedenen christlichen Traditionen" war, was insgesamt die Botschaft des Christentums verdunkelt habe. So wende sich das Dokument "Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt" auch gegen christliches Konkurrenzdenken, das Platz machen müsse für eine andere Botschaft: "Verschiedene Traditionen, gemeinsames Zeugnis", so Professor Guixot.

Heute müsse sich dieses gemeinsame Zeugnis der Christen etwa beim gemeinsamen Einsatz für die Religionsfreiheit weltweit bewähren, in deren Genuss alle Menschen kommen müssten, so Bischof em. Dr. Anders Wejryd, Präsident des ÖRK für Europa. Hier könne das Dokument "Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt" in Zukunft noch mehr Impulse geben. "Wir müssen in den Religionen mit den moderaten Menschen sprechen und den Konsens der moderaten Vertreter der Religionen suchen und stärken, damit Extremisten nicht die Oberhand gewinnen", sagte Bischof em. Wejryd. "Wo Christen und religiöse Minderheiten leiden, müssen wir Christen zusammenstehen", unterstrich auch Dr. Geoff Tunnicliffe, Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz. Er regte an, dass die verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinschaften noch mehr zusammenarbeiten müssten, um die Folgen der Verletzungen von Religionsfreiheit weltweit zu heilen und Angehörigen bedrängter religiöser Minderheiten zu helfen.

Der Kongress "MissionRespekt. Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt" dauert bis Donnerstagmittag. Näheres im Internet unter www.mission-respekt.de.

Linktipp:
Übersicht zum Kongress MissionRespekt
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