Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017 » Afrikatag 2018 » Kollektenaufruf und -termine » Reportage
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

„Großartiges Zeichen der Ermutigung für eine Friedensarbeit, die Religionen verbindet“

v.l.n.r.: Erzbischof Dieudonné Nzapalainga, Imam Omar Kobine Layama © dpa / picture-alliance

missio-Präsident Prälat Krämer würdigt Wahl des Aachener Friedenspreises 2015: Erzbischof Dieudonné Nzapalainga und Imam Omar Kobine Layama aus der Zentralafrikanischen Republik.

8. Mai 2015

Ein Muslim und ein Christ aus dem Bürgerkriegsland Zentralafrikanische Republik erhalten gemeinsam den Aachener Friedenspreis 2015: Imam Omar Kobine Layama und Erzbischof Dieudonné Nzapalainga aus Bangui, der Partner des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen ist. „Wir gratulieren beiden Preisträgern. Das ist ein großartiges Zeichen der Ermutigung für alle, die sich weltweit für Frieden, Gerechtigkeit und den interreligiösen Dialog einsetzen“, kommentierte missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer diese Entscheidung am 8. Mai in Aachen.

missio unterstützt in der Zentralafrikanischen Republik neben anderen Projekten die Produktion von landesweiten Radioprogrammen einer „Interreligiösen Plattform“ aus Muslimen, Katholiken und Protestanten, um möglichst viele Menschen in dem von politischer Propaganda gespaltenen Land mit der Botschaft des Friedens und der Versöhnung zu erreichen.

„Wir hoffen, dass durch den Preis die religionsübergreifende Friedensarbeit zusätzliche Anerkennung und Unterstützung in Deutschland erfährt“, so Krämer weiter. „Für uns ist er Bestätigung und Verpflichtung zugleich, unseren Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien weiterhin zur Seite zu stehen, wenn sie gemeinsam mit anderen Religionen für eine friedlichere Welt eintreten“, erklärt missio-Präsident Krämer. „Das ist umso wichtiger, weil gegenwärtig die Ursachen gewalttätiger Krisen im Nahen Osten und Afrika zu schnell und zu einfach allein auf einen religiösen Konflikt nach dem Muster „Muslime gegen Christen“ zurückgeführt werden“, sagt Krämer. „Imam Omar Kobine Layama und Erzbischof Dieudonné Nzapalainga haben ein imponierendes Zeichen gesetzt, dass das nicht stimmt“, so Krämer.

In der Zentralafrikanischen Republik bekämpfen sich die beiden Rebellengruppen Seleka und Anti-Balaka. Nach zwei Regierungsstürzen 2013 und 2014, einer Übergangsregierung und der Intervention ausländischer Truppen ist das Land zerrissen. Mittlerweile sind 800.000 Menschen wegen des Bürgerkriegs auf der Flucht. Beide Rebellengruppen versuchen, Christen gegen Muslime und umgekehrt zu mobilisieren. Erzbischof Nzapalainga hat in dieser Situation rund 10.000 muslimischen und christlichen Flüchtlingen, darunter auch Imam Omar Kobine Layama, auf dem Kirchengelände in Bangui Asyl gewährt und so ihr Leben gerettet. Seitdem setzen sich beide für eine gewaltfreie, zivile Konfliktlösung in Zentralafrika ein.

missio und andere Vertreter der katholischen Kirche aus Deutschland trafen im Sommer 2014 mit Erzbischof Nzapalainga, Imam Kobine Layama und Pastor Guerekoyame-Gbangou von der evangelischen Kirche in Zentralafrika zusammen. Im März besuchte Erzbischof Nzapalainga missio und die Medienfachstelle CAMECO in Aachen.

Linktipps:
Interview Erzbischof Dieudonné Nzapalainga (19. März 2015): "Man kämpft nicht um das Kreuz, um die Bibel, für den Koran (...)"
Situation in Zentralafrika: "Explodierende Wut, aber kein Glaubenskrieg"
Länderübersicht Zentralafrikanische Republik

© 2009-2017 missio Aachen