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Indien ein Jahr unter der Regierung Modi

Ajaya Kumar Singh aus Bhubaneswar, Hauptstadt des indischen Bundesstaates Odisha. © privat

missio Aachen sieht Religionsfreiheit von Christen und Muslimen gefährdet

20. Mai 2015

missio-Präsident Prälat Krämer fordert stärkeren Einsatz der Bundesregierung

„Die rechtliche Diskriminierung und Gewalt durch Hindu-Nationalisten gegen Christen, Muslime und andere Minderheiten in Indien macht unseren Projektpartnern große Sorgen. Die Bundesregierung sollte das Thema stärker auf die Agenda ihrer Menschenrechtspolitik setzen.“ Dies fordert Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, zum ersten Jahrestag des Regierungsantritts von Narendra Modi. Der hinduistische Politiker von der Partei BJP (Bharatiya Janata Party) war am 26. Mai 2014 zum indischen Premierminister vereidigt worden.

„Politische Morde aus religiösen Gründen, zerstörte Kirchen und Moscheen, die Einschüchterung von Priestern und Ordensleuten, Druck gegen Nichtregierungs-Organisationen oder Kampagnen, die Christen und Muslime zur Konversion zum Hinduismus zwingen wollen, gehören mittlerweile zum Alltag“, so Krämer. Gleichzeitig versuchten hindu-nationalistische Kräfte, flächendeckend in Indien sogenannte Anti-Konversionsgesetze durchzusetzen, die eine Konversion vom Hinduismus zu anderen Religionen verbieten.

„Hindu-Nationalismus bedroht Demokratie in Indien“

„Unsere Partner sagen: Der Hindu-Nationalismus bedroht durch seine totalitäre Struktur mittlerweile die gesamte Demokratie und Zivilgesellschaft in Indien“, erläutert Prälat Krämer. „Das sollten wir ernstnehmen. Auch mit Blick auf Nachbarstaaten wie Pakistan und China kann ein religiös destabilisiertes Indien eine Gefahr für die Sicherheit in der gesamten Region werden.“

110 Familien kehren durch missio-Wiederaufbauhilfe in ihre Heimat zurück

Laut einem Bericht des indischen christlichen Menschenrechtlers John Dayal kamen in den ersten 300 Tagen der Regierung Modi 43 Muslime und Christen durch religiös motivierte Gewalttaten ums Leben, wobei insgesamt rund 600 Gewalttaten durch Hindu-Nationalisten dokumentiert seien. „Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist unteilbar, wir setzen uns gleichermaßen ein für Christen und Angehörige anderer Religionen, die unter der nationalistischen Instrumentalisierung des Hinduismus leiden“, erklärt Prälat Krämer weiter. missio Aachen unterstütze zum Beispiel Seminare zur lokalen Konfliktprävention oder eine Rechtsberatung für Angehörige aller Religionen durch seine Projektpartner. Auch der Wiederaufbau von Gemeinden, die immer noch unter den schweren Angriffen gegen Christen und Muslime 2008 im indischen Bundesstaat Odisha leiden, werde gefördert. Dadurch konnten im Ort Madhupur beispielsweise etwas mehr als 110 von 280 geflohenen Familien wieder zurückkehren.

Linktipp:
Länderübersicht Indien

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Hintergrund: Hindunationalismus in Indien (DOCX, 18.32 kB)
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Interview mit Ajaya Kumar Singh: Religionsfreiheit bedroht in Indien (DOCX, 24.18 kB)
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Projekte Religionsfreiheit (DOCX, 0.13 MB)
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