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„Unser Krieg im Kongo hat etwas mit euren Handys zu tun"

Therese Mema (links) aus der DR Kongo © Bettina Flittner / missio

Shalom-Menschenrechtspreis 2015 geht an einen Schutzengel: Thérèse Mema (Kongo)

15. Juni 2015

Der Shalom-Menschenrechtspreis 2015 der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird am 20. Juni 2015 an die Menschenrechtsaktivistin Thérèse Mema verliehen. Die Projektpartnerin des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen wird für ihr Engagement in ihrem Heimatland, der Demokratischen Republik Kongo, geehrt. Die 33-jährige Katholikin betreut dort Überlebende des Bürgerkrieges in Traumazentren im Distrikt Süd-Kivu, die von missio Aachen im Rahmen der Aktion Schutzengel gebaut wurden.

Als Projektleiterin im Bereich sexueller Gewalt der Justice and Peace Comission sieht Thérèse Mema jeden Tag verzweifelter Frauen, Männer und Kinder und gibt ihnen in einem langen Prozess der Traumabewältigung ein Stück Hoffnung und Freude am Leben zurück. In den sogenannten Bureau d’Écoute (wörtlich: Hörräume) gibt die engagierte Katholikin den vom Krieg traumatisierten Menschen eine Stimme und neue Hoffnung.

Ein Grund für den Krieg ist laut Thérèse Mema die Jagd nach wertvollen Bodenschätzen wie Coltan, die unter anderem für die Herstellung von elektronischen Geräten, wie Handys, benötigt werden. Rebellen erobern gezielt die Gebiete, wo Gold- und Coltan abgebaut werden. Durch die illegalen Verkäufe dieser Mineralien finanzieren bewaffnete Gruppen den Krieg. Rebellengruppen in der Demokratischen Republik Kongo sind dafür bekannt, dass sie Dörfer überfallen, die dortigen Menschen terrorisieren und sexuelle Gewalt als Druckmittel nutzen.

Der Arbeitskreis Shalom verpflichtet sich seit 1981 einen Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte und des weltweiten Friedens zu leisten. Mit dem Shalompreis, welcher zu einem der höchst dotierten Menschenrechtspreise in Deutschland gehört, werden Projekte, Organisationen und mutige Menschen für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Das Preisgeld fließt dabei komplett in die Projektarbeit der Preisträger. Zu den bisherigen Preisträgern gehören beispielsweise Lech Walesa (Polen) und Bischof Joseph Coutts (Pakistan). Die Laudation für die diesjährige Preisträgerin Thérèse Mema wird von Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, gehalten werden.

Das Internationale Katholische Missionswerk missio unterstützt im Rahmen seiner „Aktion Schutzengel“ die Arbeit von Thérèse Mema in fünf Traumzentren im Kongo. Darüber hinaus setzt sich missio Aachen mit der Aktion „Saubere Handys“ dafür ein, dass bei der Herstellung von Mobilfunkgeräten auf „blutiges Coltan“ aus dem Kongo verzichtet wird. Weitere Informationen finden Sie dazu auf unserer Internetseite unter: www.missio-hilft.de/handy.

Linktipps:
Arbeitskreis Shalom an der Katholischen Universität Eichstätt
missio-Aktion "Saubere Handys"
missio-Länderübersicht Kongo
missio-Menschenrechtsstudie Kongo (2012)
missio-Projekt "Kongo, Krieg und unsere Handys"

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