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Indonesischer Menschenrechtsaktivist warnt vor Einfluss des IS in seiner Heimat

Theophilus Bela bei seinem Besuch in Aachen. © Christian Schnaubelt / missio

Theophilus Bela für das Internationale Katholische Missionswerk missio auf Tour durch Deutschland

24. Juni 2015

Vor dem wachsenden Einfluss islamistischer Gruppen in Indonesien, die ideologisch dem sogenannten Islamischen Staat (IS) nahestehen, hat am Mittwoch, 24. Juni, der katholische Menschenrechtsaktivist Theophilus Bela gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen gewarnt. Der Generalsekretär des Komitees für Religion und Frieden in Indonesien ist Protagonist der missio-„Aktion Lebenszeichen – Solidarität für bedrängte Christen“ und derzeit auf Einladung von missio bis 29. Juni auf Deutschland-Tour.

Indonesien ist mit 200 Millionen Muslimen das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Es sei deshalb für den internationalen islamistischen Extremismus ein „strategisch wichtiges Land“, so Bela. Einerseits seien staatliche Organe wie Polizeistationen schon vereinzelt Ziele von Angriffen gewesen, andererseits versuchten Islamisten auch in Indonesien junge Kämpfer für den IS in Syrien und Irak zu rekrutieren. Das gelte etwa für die Regionen Mittelsulawesi, Java und Ostjava. „Hier versucht der sogenannte Islamische Staat, die hohe Jugendarbeitslosigkeit und geringere Bildung in weniger entwickelten Gebieten und auf dem Land auszunutzen“, erklärte Bela. Christen seien bisher von Angriffen verschont geblieben.

Zwar hält Bela die Demokratie in Indonesien mittelfristig „für stabil genug, um diesem Einfluss begegnen zu können. Die muslimische Mehrheit und der Staat sind hier sehr wachsam“. Auch die Zusammenarbeit der rund 25 Millionen Christen in Indonesien mit der großen Mehrheit der Muslime „hat sich sehr stark verbessert“, so Bela. Aber der Einfluss der muslimischen Elite und der etablierten gemäßigten Verbände auf ihre Basis und ideologiegefährdete Jugendliche drohe abzunehmen. „Hier können Islamisten längerfristig ansetzen und wir wissen nicht, welche Kräfte aus dem Ausland noch am Werk sind“, so Bela. So seien auch vereinzelte Versuche in der Geschichte des Landes, den Islam in Indonesien zu einer Staatsreligion zu machen und die Scharia landesweit einzuführen, bisher zwar gescheitert. „Aber diese Überlegungen gibt es immer wieder“, meinte Bela. „Dagegen wehren wir Christen uns sofort, denn wir wollen nicht Bürger zweiter Klasse werden.“

Linktipps:
Aktion Lebenszeichen – Solidarität für bedrängte Christen
Theophilus Bela (Indonesien)

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