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„Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“

missio-Präsidet Prälat Dr. Klaus Krämer und Thérèse Mema Mapenzi stellen die Studie vor. © Christian Schnaubelt / missio

missio stellte Studie zur Situation der Menschenrechte in der DR Kongo vor

26. Juni 2015

Das Internationale Katholische Missionswerk missio hat am 26. Juni 2015 eine neue Menschenrechtsstudie zur Demokratischen Republik (DR) Kongo unter dem Titel „Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“ in Aachen vorgestellt. Die Shalompreis 2015-Preisträgerin Thérèse Mema Mapenzi aus Bukavu betonte dabei: „Eure Handys haben etwas mit unserem Krieg im Kongo zu tun“. Die missio-Projektpartnerin machte dabei auf die Bedeutung von Blutmineralien, wie Coltan, aus der DR Kongo für die Produktion von Handys in Europa aufmerksam. Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, bekräftigte den Einsatz des katholischen Missionswerkes für „saubere Handys“, um die Ursachen des Bürgerkrieges im Kongo zu beseitigen.

Die Demokratische Republik Kongo ist nach wie vor Schauplatz der blutigsten Konflikte seit dem 2. Weltkrieg. Besonders Frauen und Familien leiden unter der unglaublichen Brutalität. Dies belegt die neue missio-Menschenrechtsstudie, für die erstmals 200 Überlebende des Krieges befragt wurden, die in kirchlichen Anlaufstellen Zuflucht fanden. Nach der letzten Menschenrechtsstudie „Zur Lage der Menschenrechte in der DR Kongo: von 1997 bis 2001“ aus dem Jahre 2012 beschäftigt sich die jetzige Studie von missio Aachen vor allem mit dem Zusammenhang zwischen Blutmineralien und dem kongolesischen Bürgerkrieg.

Thérèse Mema Mapenzi, eine Co-Autorin der Menschenrechtsstudie, arbeitet als Traumatherapeutin, Sozialarbeiterin, Seelsorgerin und hat stets ein offenes Ohr für die vom Bürgerkrieg traumatisierten Menschen, die in fünf von missio Aachen finanzierten Traumazentren ein Stück Seelenheil finden. Mema erinnerte daran, dass der Kongo „ein Zentrum für Gewalt und Vergewaltigungen ist“.

Weil die betroffenen Frauen von Vergewaltigungen und Zwangsarbeit in den Minen berichten, erscheinen für Thérèse Mema Mapenzi die Verstrickungen zwischen dem Krieg, den Frauen und den Handys nur zu offensichtlich. Während einer Presskonferenz zur Menschenrechtsstudie DR Kongo verwies die Menschenrechtsaktivistin Mema darauf, dass eine tatsächliche Veränderung eintreten muss, damit das Problem gelöst werden kann.

Unterstützung erhalten Thérèse Mema und weitere Traumatherapeuten von der von missio Aachen ins Leben gerufenen Aktion „Saubere Handys“. Das katholische Missionswerk ruft im Rahmen der Aktion Schutzengel alle Handynutzer dazu auf, mit der Unterschriftenkampagne „Aktion Saubere Handys“ an führende Mobilfunkunternehmen zu appellieren, auf Blutmineralien aus der DR Kongo zu verzichten. Mittlerweile konnten mehr als 38.000 Unterschriften dafür gesammelt werden, wie missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer bekannt gab.

Die Zukunft der Demokratischen Republik Kongo ist eng verbunden mit der westlichen Welt. Nur wenn Akteure aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen gemeinsame Schritte gehen, gibt es eine Chance, betonte Thérèse Mema. Die Studie des Internationalen Katholischen Missionswerks will hierzu einen Beitrag leisten.

Als Dank für das Engagement von Thérèse Mema Mapenzi hat missio-Präsident Prälat Dr. Kraus Krämer ein vom Papst gesegnetes Kreuz übergeben, das im Kongo als ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung dienen wird. Hergestellt wurde es aus einer rund 70 Zentimeter langen Granate, die aus dem Bürgerkrieg in Liberia stammt. Im Sinne der biblischen Worte „Schwerter zu Pflugscharen“ symbolisiert dieses den Wandel vom Krieg zum Frieden.

Die missio-Menschenrechtsstudie zum Thema „Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“ lässt Experten aus Afrika und der westlichen Welt die Situation in der DR Kongo analysieren und Perspektiven für eine positivere Zukunft aufzeigen.

Linktipp:
Menschenrechtsstudie 59: „DR Kongo - Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“
missio-Aktion "Saubere Handys"
missio-Projekt Therese Mema in der DR Kongo

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