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Neue missio Menschenrechtsstudie vorgestellt

missio-Präsidet Prälat Dr. Klaus Krämer und Thérèse Mema Mapenzi stellen die Studie vor. © Christian Schnaubelt / missio

"Der Krieg, die Frauen und unsere Handys"

2. Juli 2015

Die Hersteller von Mobiltelefonen sollen nur noch zertifizierte Rohstoffe verwenden, die nachweislich nicht aus dem illegalen Handel mit dem Kongo stammen. Das haben Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, und die kongolesische missio-Projektpartnerin Thérèse Mema am vergangenen Freitag gefordert. Sie stellten die neue missio-Menschenrechtsstudie „Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“ vor. „Dieser illegale Handel ist verantwortlich für den Bürgerkrieg und eklatante Menschenrechtsverletzungen im Osten des Kongos“, so Prälat Krämer. „Wir wollen keine Sonntagsreden mehr hören, sondern Taten von der Mobilfunkindustrie sehen“, sagte Thérèse Mema, die Opfer dieses blutigen Kampfes um Rohstoffe für die elektronische Unterhaltungsindustrie als Traumatherapeutin begleitet. Sie appellierte an die Vereinten Nationen, im Osten des Kongos tatsächlich mit seiner aktuellen Friedensmission für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Prälat Krämer übergab Thérèse Mema auch ein Kreuz, das im ostkongolesischen Bukavu als Mahnmal für Frieden und Versöhnung seinen Platz finden wird. Hergestellt wurde es aus einer rund 70 Zentimeter langen Granate, die aus dem Bürgerkrieg in Liberia stammt und vom emeritierten Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008 gesegnet wurde.

Ohne das Erz Coltan können keine Handys hergestellt werden. Dieser Rohstoff kommt vor allem im Osten des Kongos vor. Verschiedene Gruppen kämpfen um die Kontrolle der Ausbeutung und des Handels mit Coltan. Eine der wichtigsten Waffen in diesem Kampf ist sexuelle Gewalt gegen Frauen. missio unterstützt fünf kirchliche Trauma-Zentren im Kongo, in denen aktuell rund 700 Opfer dieser Gewalt behandelt werden. Gleichzeitig wirbt missio mit seiner missio-Aktion "Saubere Handys" um Unterstützer für die Forderung an die Mobilfunkindustrie, fair produzierte Handys mit zertifiziertem, nicht illegal gehandelten Coltan auf den Markt zu bringen, um so die wichtigste Ursache für die Gewalt im Osten des Kongos zu beseitigen. Mittlerweile haben 38.000 Unterstützer diese Forderung unterzeichnet. „Das ist nur ein Beispiel dafür, wie unser Konsumverhalten und die globalen Wirtschaftsverhältnisse einen realen Einfluss darauf haben, ob elementare Menschenrechte durchgesetzt werden können oder nicht. Dafür wollen wir mit unserer Aktion ,Saubere Handys‘ sensibilisieren“, sagte Prälat Krämer.

Linktipp:
Menschenrechtsstudie 59: „DR Kongo - Der Krieg, die Frauen und unsere Handys“
missio-Aktion "Saubere Handys"
missio-Projekt von Therese Mema in der DR Kongo

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