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Afrikanischer katholischer Flüchtlingsexperte kritisiert gegenüber missio Aachen europäische Flüchtlingspolitik

Ambroise Tine bei seinem Besuch im August 2015 bei missio Aachen gemeinsam mit Hildegard Hermanns(Stiftungsmanagerin) © Christian Schnaubelt / missio

Stiftung pro missio-Botschafter Ambroise Tine aus Senegal nimmt auch afrikanische Eliten in die Pflicht

28. August 2015

„Schwer erträglich“ nennt der senegalesische Priester Ambroise Tine, Botschafter der Stiftung pro missio, den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und Europa. „Die Frontex-Politik ist repressiv. Die Verantwortlichen sprechen von Aussortieren. Man sortiert Dinge aus, aber keine Menschen“, kritisierte der Finanzverwalter der Diözese Thies gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen während seines Besuchs. Der 64-Jährige, der für die katholische Kirche im Senegal zahlreiche Flüchtlingsprojekte koordiniert hat, nimmt auch die afrikanischen Eliten in die Pflicht: „Den Regierenden kommt die Migration gelegen. Die Beträge, die gut ausgebildete Senegalesen in ihre Heimat überweisen, übersteigen die Entwicklungshilfe um ein Vielfaches. Wer qualifiziert ist, ist auch kritisch und gefährlich für die Mächtigen“, sagt Tine. „Diese Leute wollen sie nicht. Sie brauchen ein Volk, das applaudiert.“ Den Politikern in seinem Land wirft er vor, nicht den Menschen zu dienen, sondern kurzfristige Eigeninteressen zu verfolgen.

Von der internationalen Gemeinschaft fordert Tine eine gerechte Wirtschaftspolitik, die armen Ländern einen fairen Anteil an ihren Ressourcen zugesteht. „Wir brauchen mutige, visionäre Bischöfe“, so Tine. „Wir brauchen eine prophetische Kirche, die ihre Stimme erhebt – gegen Armut in Afrika und für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Europa.“ Das internationale katholische Hilfswerk missio trage durch Projekte vor Ort und politische Lobbyarbeit in Deutschland dazu bei, Fluchtursachen zu beseitigen.

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