Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Kollektenaufruf und -termine » Reportage » Afrikatag 2017 » Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

„Auszeichnung für alle, die für die Menschenwürde von Flüchtlingen kämpfen“

missio-Projektpartner Erzbischof Dieudonné Nzapalainga (Bangui / Zentralafrika)

Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio und „Die Sternsinger“, würdigt Aachener Friedenspreisträger 2015 Erzbischof Dieudonné Nzapalainga und Imam Omar Kobine Layama aus der Zentralafrikanischen Republik

1. September 2015

„Angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte ist die Verleihung des Preises eine wichtige Ermutigung zum Einsatz für die Menschenwürde von Flüchtlingen in unserem Land und weltweit“, kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio und des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“, die Vergabe des Aachener Friedenspreises 2015 an den missio-Projektpartner Erzbischof Dieudonné Nzapalainga und seinen muslimischen Partner Imam Omar Kobine Layama aus der Zentralafrikanischen Republik.

„Dieses Miteinander von Christen und Muslimen ist vorbildlich“

Dieses Land ist nach blutigen Machtkämpfen 2013 und 2014 zerrissen. Trotz einer Waffenstillstandsvereinbarung sind die beiden verfeindeten Milizen Seleka und Anti-Balaka weiter bewaffnet. Sie versuchen, Christen gegen Muslime und Muslime gegen Christen zu mobilisieren. Erzbischof Nzapalainga hat in dieser Situation rund 10.000 muslimischen und christlichen Flüchtlingen, darunter auch Imam Omar Kobine Layama, auf dem Kirchengelände in der Hauptstadt Bangui Asyl gewährt und so ihr Leben gerettet. Seitdem setzen sich beide für eine gewaltfreie, zivile Konfliktlösung in Zentralafrika ein. „Dieses Miteinander von Christen und Muslimen ist vorbildlich“, so Krämer. Das sei umso wichtiger, weil es zeige, „dass der Teufelskreis des Terrors nur überwunden werden kann, wenn sich alle verantwortungsbewussten Kräfte in allen Religionen zusammentun, um sich für Frieden und Gerechtigkeit und gegen jede Form der Instrumentalisierung von Religion für machtpolitische Zwecke einzusetzen“, betonte Krämer.

„Aachener Friedenspreis zeigt: Hauptlast der weltweiten Flucht trägt Afrika“

Rund 900.000 der 4,6 Millionen Zentralafrikaner sind seit 2014 innerhalb des eigenen Landes oder in Nachbarländern auf der Flucht. Mit ihrer interreligiösen Friedensarbeit versuchen die neuen Träger des Aachener Friedenspreises, die Fluchtursachen in ihrer Heimat zu bekämpfen. „Die Hauptlast der weltweiten Migration müssen Afrika, der Nahe Osten und Mittlere Osten selbst tragen, auch das illustriert diese Preisvergabe“, so Krämer. „Dort brauchen sowohl diejenigen Hilfe, die diese Flüchtlinge versorgen und aufnehmen, als auch diejenigen, die in den Herkunftsländern der Migration die Fluchtursachen beseitigen wollen“, betonte der Präsident der Hilfswerke missio und „Die Sternsinger“. Deshalb müsse man gleichzeitig auch „die politischen und ökonomischen einheimischen Eliten sowie ausländischen Wirtschaftsinvestoren in diesen Ländern in die Pflicht nehmen, damit alle Anstrengungen unternommen werden, um den Menschen ein Bleiben in Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit zu ermöglichen“, sagte Krämer.

Wie missio Aachen und „Die Sternsinger“ die Zentralafrikanische Republik unterstützen

missio Aachen hat 2014 die Kirche in der Zentralafrikanischen Republik mit rund 685.000 Euro unterstützt. Davon wurden unter anderem Flüchtlingshilfe, Wiederaufbau zerstörter Dörfer und kirchlicher Infrastruktur, pastorale Arbeit oder Friedensinitiativen unterstützt. Aktuell fördert missio Aachen mit Schwerpunkt die interreligiöse Friedensarbeit der Aachener Friedenspreisträger Erzbischof Dieudonné Nzapalainga und Imam Omar Kobine Layama mit rund 117.000 Euro. Christliche und muslimische Friedensarbeiter kümmern sich gemeinsam um Flüchtlinge, bilden Polizisten aus, unterstützen Rückkehrer, betreuen Aussteiger aus Milizen oder vermitteln bei Spannungen innerhalb von Flüchtlingsunterkünften oder mit Einheimischen.

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt in der Zentralafrikanischen Republik aktuell 13 Projekte, unter anderem den Bau von Schulen, Kindergärten sowie den Ausbau weiterer Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit Erzbischof Dieudonné Nzapalainga stehen ein Straßenkinderzentrum in der Hauptstadt Bangui und der Bau eines Ausbildungszentrums für jugendliche Schulabbrecher. Geplant ist für den Herbst der Ausbau eines Programms zur gewaltfreien Kommunikation und Friedensarbeit mit Jugendlichen unterschiedlicher Religionen.

Linktipps:
Interview mit Erzbischof Nzapalainga und Imam Oumar Layama: „Ein Preis, den wir der Vergebung widmen“
Länderübersicht Zentralafrika
missio-Projekte in Zentralafrika (Auswahl)
Aachener Friedenspreis
Kindermissionswerk „Die Sternsinger“

Downloads

Friedensarbeit in der Zentralafrikanischen Republik (DOCX, 18.16 kB)
Icon: DOCX
"Priester im Bürgerkrieg" in der Zentralafrikanischen Republik (DOCX, 14.87 kB)
Icon: DOCX
Interview mit Burchard Schlömer, missio-Länderreferent (DOCX, 20.36 kB)
Icon: DOCX
obige Downloads und weitere Informationen mit Bildmaterial (ZIP, 27.9 MB)
Icon: ZIP
© 2009-2017 missio Aachen