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DR Kongo: Regierungen der afrikanischen Staaten müssen Fluchtursachen stärker selbst bekämpfen

Vorsitzender der kongolesischen Bischofskonferenz gegenüber missio Aachen: Bischof Nicolas Djomo fordert Frieden, politische Stabilität und Wirtschaftsinvestitionen – „Phänomen der Gewaltakte gegenüber Flüchtlingsunterkünften in Deutschland und Europa relativ neu“

31. August 2015

Bischof Nicolas Djomo, Vorsitzender der Bischofskonferenz der Demokratischen Republik Kongo, hat die Regierungen der afrikanischen Staaten aufgerufen, die Ursachen für die Flucht aus ihren Ländern stärker zu bekämpfen. „Sie müssen endlich mehr die politische Stabilität, die gute Regierungsführung und die Demokratie fördern“, sagte er am Montag im Gespräch mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen. Das sei die Voraussetzung für Wirtschaftsinvestitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Kaufkraft. Die DR Kongo ist mit rund 520.000 Flüchtlingen laut den Vereinten Nationen das sechstgrößte Herkunftsland von Migranten weltweit. Unter den Ländern mit den höchsten Zahlen an Binnenflüchtlingen rangiert es mit 2,8 Millionen an fünfter Stelle.

In Ländern mit einem „dauerhaften Frieden und einen keimenden ökonomischen Wohlstand erkennt man keinen Trend, dass junge Menschen ihr Land verlassen wollen, um ein besseres Leben in Europa zu suchen“, so der Bischof von Tshumbe weiter. „Und dies liegt zunächst in der Verantwortung der afrikanischen Regierungschefs“, bekräftigte er gegenüber missioAachen. Dann könne auch die internationale Gemeinschaft auf vielfältige Weise helfen. Bischof Nicolas Djomo hat in der vergangenen Woche auf einem Jugendkongress die jungen Menschen in Afrika aufgerufen, ihre Heimat nicht zu verlassen, um sich am Aufbau Afrikas zu beteiligen.

Für Bischof Djomo ist das „Phänomen der Gewaltakte gegenüber Flüchtlingsunterkünften in Deutschland und Europa relativ neu“. Gegenüber missio Aachen meinte er auf eine entsprechende Anfrage: „Hier in der Demokratischen Republik Kongo sind die Menschen noch nicht ausreichend darüber informiert. Daher ist es schwierig, ihre Wahrnehmung dieser heiklen Situation einzuschätzen“, sagte Bischof Djomo.

Linktipps:
Länderbericht Kongo
Menschenrechtsstudie DR Kongo (2015)

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