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missio Aachen: 2014 mehr Spendeneinnahmen, höhere Flüchtlingshilfen

Bischof Stephen Mamza unterstützt mit missio-Hilfe mehrere tausend Menschen rund um seinen Bischofssitz in Yola (Nigeria). © Bistum Yola / missio

Flüchtlingsarbeit der Kirche in Afrika und Nahem Osten ein missio-Förderschwerpunkt – missio-Präsident Prälat Krämer: „Die Kirche steht dort am Rand ihrer Leistungsfähigkeit“ – missio-Hauptkampagne Monat der Weltmission wird vom 9. bis 11. Oktober in Dresden eröffnet

5. Oktober 2015

„Die Kirche im Nahen Osten, in Afrika und Asien versorgt und begleitet in Krisenregionen Millionen von Flüchtlingen. Sie steht dabei am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr verstärkt die Flüchtlingsarbeit unserer Partner unterstützt.“ So stellte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen, am 5. Oktober den Jahresbericht 2014 des katholischen Hilfswerkes vor. missio bewilligte 2014 seinen Partnern rund 2,6 Millionen Euro für Soforthilfen, Flüchtlingspastoral, die Bekämpfung von Fluchtursachen, sowie interreligiöse Versöhnungsinitiativen. Syrien, Irak, Libanon, Nigeria, Südsudan und die Zentralafrikanische Republik waren Schwerpunktländer der Hilfe.

missio konnte 2014 die allgemeinen und zweckgebundenen Spenden, aus denen diese Arbeit mitfinanziert wird, um 4,6 Prozent auf 19,66 Millionen Euro steigern. Der Gesamtetat stieg um rund 400.000 auf 54,6 Millionen Euro. Neben Spenden erzielte missio seine Einnahmen unter anderem aus den Beiträgen von Fördermitgliedern, aus Kirchensteuermitteln, Testamenten, Nachlässen oder Kollekten. Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission, der Hauptkampagne von missio, stieg dabei 2014 um etwa 350.000 auf 3,88 Millionen Euro.

In diesem Jahr wird die Kampagne zum Sonntag der Weltmission bundesweit vom 9. bis 11. Oktober in Dresden eröffnet. Bis zum 25. Oktober werden neun Vertreter der Kirche aus Tansania in Deutschland auf rund 300 Veranstaltungen über die Lage in ihrer Heimat berichten. „Unsere Gäste zeigen, wie durch eine Kirche der Nachbarschaft, über Bildungs-, Gesundheits- und interreligiöse Arbeit in Afrika Fluchtursachen wirksam bekämpft werden können“, lädt Prälat Krämer zu dieser Kampagne ein. Die tansanische Kirche kümmert sich aktuell beispielsweise um rund 150.000 Flüchtlinge aus Burundi.

Von allen missio-Einnahmen wurden im vergangenen Jahr knapp 49 Millionen Euro in rund 850 Projekte der Partner investiert. Rund 32,45 Millionen Euro flossen in die Ausbildung und pastoralen Arbeit der Ortskirchen in Afrika, Asien und Ozeanien. Die Soforthilfen betrugen rund 1,19 Millionen Euro – gegenüber 190.000 Euro ein Jahr zuvor. Verursacht wurde dies durch die gestiegene Zahl an Krisen und Flüchtlingen.

„Was die Kirche in den Herkunftsgebieten der weltweiten Migration leistet, wird bei uns zu wenig gewürdigt. Politik und Zivilgesellschaft in Europa dürfen die Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien nicht allein lassen. Sie braucht von dieser Seite mehr Aufmerksamkeit“, forderte Prälat Krämer. Die lokalen kirchlichen Mitarbeiter in zerfallenden Staaten müssten sehr oft eigentlich staatliche Aufgaben bei der Flüchtlingsbetreuung übernehmen. Dazu zählten die Versorgung mit Wasser, Nahrung und Unterkünften, Bildung, medizinischer Versorgung oder einer psychologischen Betreuung der Flüchtlinge. „Auch dank der Unterstützung von missio bei der Ausbildung und pastoralen Arbeit können sich die Ortskirchen dort dieser Herausforderung stellen“, so Krämer.

Die meisten Flüchtlinge weltweit – 38,2 Millionen – waren 2014 sogenannte Binnenvertriebene, die innerhalb ihres eigenen Landes fliehen mussten. Weitere 19,5 Millionen konnten nur in Nachbarländer ausweichen. 86 Prozent dieser Flüchtlinge wurden von sogenannten Entwicklungsländern aufgenommen. Nur vier Prozent der insgesamt rund 60 Millionen Flüchtlinge weltweit kamen 2014 nach Europa. Für die wirtschaftlich schwachen Aufnahmeländer in Afrika, dem Nahen Osten oder Asien bedeutet das eine enorme Herausforderung.

Das Internationale Katholische Missionswerk hat vom 1. Januar bis 31. August 2015 rund 2,3 Millionen Euro für die Flüchtlingsarbeit der Ortskirche in 18 Ländern Afrikas und Asiens bewilligt. Die meisten Gelder wurden - in dieser Reihenfolge - für Flüchtlingshilfe im Irak, Syrien, Nigeria, Israel und Thailand bewilligt. Die Schwerpunkte der Förderung liegen dabei in der Soforthilfe für Flüchtlinge, in der Flüchtlingspastoral, in der Bekämpfung von Fluchtursachen sowie der Versöhnungs- und Wiederansiedlungsarbeit nach Fluchtereignissen.

Linktipps:
Monat der Weltmission (Schwerpunktland Tansania)
Länderübersicht Tansania
missio-Jahresberichte
missio-Flüchtlingshilfe

Downloads

missio-Jahresbericht 2014 (PDF, 7.5 MB)
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