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„Die wirklich Armen werden nicht viel davon mitbekommen“

Bischof em. Peter Marzinkowski zu Besuch bei missio in Aachen, Jan. 2015 (Archivfoto)

Bischof em. Peter Marzinkowski CSSp im missio-Gespräch über bevorstehenden Papstbesuch in der Zentralafrikanischen Republik

23. November 2015

Eine breitere Einbeziehung der örtlichen katholischen Laien in den bevorstehenden Papstbesuch der Zentralafrikanischen Republik vermisst Bischof em. Peter Marzinkowski CSSp (76, Spiritaner) im Gespräch mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen. Marzinkowski war von 2004 bis 2014 Bischof von Alindao in der Zentralafrikanischen Republik, in der er seit 1968 wirkte. Heute lebt er in Deutschland. Die Fragen für missio stellte Samuel Mgbecheta.

Bischof Peter Marzinkowski, wie ist die Stimmung in der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik, wenige Tage vor dem Besuch des Papstes?

Für die Zentralafrikanische Republik ist der Besuch einer so wichtigen Persönlichkeit wie Papst Franziskus ein einmaliges Ereignis. Es gibt viele Vorbereitungen mit vielen Empfängen. Allerdings, das gemeine Volk und die wirklich Armen, die im Landesinneren wohnen, werden nicht viel davon mitbekommen. Sie werden ausgeschlossen und nicht beteiligt. Der Papstbesuch ist in erster Linie eine Angelegenheit der Regierung und der kirchlichen Repräsentanten. Denn der Papst kommt ja als Staatoberhaupt und nicht nur als Kirchenfürst.

Welche Bedeutung hat der Besuch des Papstes für die katholische Kirche und die Christen?

Die Bedeutung dieses Besuches des Papstes für die Christen in Zentralafrika hängt viel davon ab, ob man versucht, die Menschen in den Provinzen an den Versammlungen und Feiern, die in der Hauptstadt Bangui stattfinden, zu beteiligen. Wenn die Christen aktiv dabei sein können und nicht nur über Rundfunk oder Fernsehen, gibt es hinterher Erfolge. Sicher hat der Papst angemeldet, dass er auch Christen treffen möchte. In Bangui gibt es über eine Million Einwohner. Die Hälfte von ihnen gehört den christlichen Kirchen an.

Kann der Besuch des Papstes den Zentralafrikanern in diesem schwierigen Moment in ihrer Geschichte helfen?

In wie weit der bevorstehende Besuch von Papst Franziskus in Zentralafrika Auswirkung für die Zukunft des Landes hat, das kann ich nicht sagen. Ich wünsche mir sehr, dass dieser Papstbesuch für die Christen eine Gelegenheit zur Erneuerung wird und ihnen ein Zugehörigkeitsgefühl zur Kirche schenkt. Denn Kirche ist da, wo Menschen sich im Glauben versammeln, gemeinsam beten und gemeinsame Aktivitäten unternehmen, ein gemeinsames Ziel haben und dadurch positive Erfahrungen machen.

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Statement von missio-Projektpartner Erzbischof Dieudonné Nzapalainga aus Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, vor dem bevorstehenden Papstbesuch von Papst Franziskus gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen:

„Nur eine Revolution der Liebe hilft uns“

„Der Besuch des Papstes ist eine gute Nachricht für uns. Wir haben schon laut und deutlich gesagt, dass es Gott selber ist, der uns durch den Papst besucht und der dadurch seine göttliche Zuneigung zum Ausdruck bringt. Seit dem Beginn der Gewalt in unserem Land denken viele Leute, dass sie nun völlig vergessen und im Stich gelassen sind. Aber durch sein Kommen hebt der Papst unser Land wieder auf die internationale Bühne. Er wird die Zentralafrikaner bitten, sich zu lieben, denn er verkündet den Gott, dessen Herz die Liebe ist. Ich glaube, dass er uns das sagen muss, dass wir diesen Weg der Liebe wiederentdecken, damit wir einander lieben können. Wenn man „lieben“ sagt, dann heiβt das, seinen Feind zu lieben. Und wir haben in der Tat viele Feinde um uns herum und in uns, die wir jetzt lieben sollten. Jedes Mal, wenn wir das Vater Unser beten, sagen wir „…und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Die, die uns wehgetan haben, das sind unsere zentralafrikanischen Schwestern und Brüder, beziehungsweise unsere Brüder und Schwestern in der Familie der Menschen. Und wir sollen sie lieben. Nur mit einer Revolution der Liebe werden wir uns ändern können. Ich glaube, dass der Papst kommt, um uns wieder auf einen guten Weg zu bringen; er kommt auch, um uns zu trösten, uns zu beruhigen, uns Vertrauen wieder zu geben und uns Mut zu machen, auf faire und transparente Wahlen zuzugehen. Ich hoffe!“

Linktipps:
Länderübersicht Zentralafrikanische Republik
Das vollständige Preiseprogramm von Papst Franzikus nach Kenia, Uganda und Zentralafrikanische Republik

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