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„Begnadeter Netzwerker und prophetischer Mensch zugleich“

Beim Neujahrsempfang 2016 von missio Aachen wurde am 29. Januar 2016 Prälat Wilhelm Wissing gewürdigt. © Christian Schnaubelt / missio

missio Aachen würdigt Prälat Wilhelm Wissing, der am 31. Januar 100 Jahre alt geworden wäre

29. Januar 2016

Von 1972 bis 1985 Präsident von missio Aachen

„Ohne diesen kreativen Pionier kirchlicher Entwicklungshilfe und Missionsarbeit in der Bundesrepublik wäre missio Aachen nicht dass, was es heute ist. Er war ein begnadeter Netzwerker und tiefer spiritueller, prophetischer Mensch zugleich“, würdigte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer beim Neujahrsempfang des katholischen Hilfswerks am Freitag Prälat Wilhelm Wissing, der am 31. Januar 100 Jahre alt geworden wäre. Prälat Wissing entwickelte von 1972 bis 1985 das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen als Präsident zu einem der wichtigsten Hilfswerke in Deutschland und Partner der Ortskirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Um das Wesen von Prälat Wissing, der 1996 im Alter von 80 Jahren verstarb, zu beschreiben, zitierte Prälat Krämer ein geflügeltes Mitarbeiterwort aus dieser Zeit: „Es genügt ihm eine Telefonzelle, um die ganze Welt in Bewegung zu halten.“

Der im münsterländischen Vreden geborene Prälat Wissing verkörpert beispielhaft die Geschichte der katholischen Kirche in der jungen Bundesrepublik. Nach dreijährigem Kriegseinsatz bis Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er 1946 zum Priester geweiht. Nach Stationen als Diözesanjugendseelsorger in Münster und Bundeskurat der Katholischen Landjugend Deutschlands (KLJB) im Jugendhaus Düsseldorf wurde er 1959 Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe in Bonn, dem Katholischen Büro. Hier gelang es ihm, die Kooperation zwischen Staat und Kirche in der Entwicklungshilfe einzufädeln.

1969 berief ihn das damalige „Päpstliche Werk der Glaubensverbreitung“ (PWG) mit Sitz in Aachen zu seinem Vizepräsidenten und ein Jahr später zum Präsidenten. Hier stellte er die entscheidenden Weichen für die Weiterentwicklung des Werkes, der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz und der Profilierung innerhalb der Landschaft der Hilfswerke in Deutschland. Ergebnis war 1972 die rechtliche Umbenennung des PWG in Internationales Katholisches Missionswerk missio. Als Präsident von missio wurde Prälat Wissing am 1985 verabschiedet.

Wie Prälat Wissing die Zukunft von missio prägen wollte und geprägt hat, belegt eindrucksvoll ein Manuskript vom 21. April 1969, in dem er sich Gedanken zum Weltmissionssonntag macht – der bis heute wichtigsten Kampagne von missio. Prälat Wissing wollte damals die jungen Ortskirchen in Afrika, Asien und Ozeanien in der Weise unterstützen, dass sie eine Kirche „im Volk“ sein können. „Dann sind die Anliegen des Volkes – Not, Freude und Hoffnung dieser Menschen – auch ihre Anliegen.“ Die jungen Ortskirchen sollten durch die Arbeit von missio befähigt werden, „Lösungen für Gerechtigkeit, Ordnung und Frieden aufzuzeigen“. Prälat Wissing beschwor damals schon die Zusammenarbeit mit den großen Weltreligionen. Seine Vision fasste er 1969 in die Worte: „Die Missionskirche muss zusammenarbeiten mit allen, die Hunger und Not leiden und Hunger und Not bannen wollen, also Zustände schaffen wollen, wo Gewalt überflüssig ist. Wenn diese Bewegungen nicht stark gemacht werden, gibt es Revolutionen ohne Ende.“

Linktipp:
Bildergalerie mit Fotoauswahl zu Prälat Wissing

Foto-Hinweis: Beim Neujahrsempfang 2016 von missio Aachen würdigten missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg, Dr. Karl R. Höller, Prälat Msgr. Dr. Bernd Kaut, Josef Wissing und Franz Nageborg aus der Familie Wissing und missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer (v.l.n.r.) den verstorbenen Prälaten Wilhelm Wissing, der am 31. Januar 100 Jahre alt geworden wäre.

Downloads

missio-Präsident Prälat Wilhem Wissing (1975) / Foto: K. H. Melters / missio (JPG, 22.36 MB)
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Neujahrsempfang 2016 missio Aachen / Foto: C. Schnaubelt / missio (JPG, 0.86 MB)
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