Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017 » Afrikatag 2018 » Kollektenaufruf und -termine » Reportage
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

„Genitalverstümmelung von Mädchen verletzt Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit“

Aufklärung: Mit Unterstützung von missio führt Schwester Ephigenia ihre Kampagne durch. © Bettina Flitner / missio

Präsident von missio Aachen und Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Prälat Klaus Krämer, zum Internationalen Tag gegen Mädchenbeschneidung – Vorbildliche Aufklärungsarbeit in Kenia und Tansania

4. Februar 2016

„Die Genitalverstümmelung von Mädchen verletzt das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit, deshalb dürfen wir weltweit nicht nachlassen im Kampf gegen dieses grausame Praxis.“ Dies forderte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio und Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ in Aachen, aus Anlass des Internationalen Tages gegen Mädchenbeschneidung am 6. Februar. „Gesetzliche Verbote allein reichen jedoch nicht, wir brauchen vor allem eine Bewusstseinsänderung der Bevölkerung in den Ländern, in denen weibliche Genitalverstümmelung verbreitet ist“, ergänzte Krämer. Aufklärungsprogramme müssten vor allem auf die Einsicht der Frauen setzen, die in den betroffenen rund 30 Staaten Afrikas und des Mittleren Ostens solche Mädchenbeschneidungen durchführten, sagte Krämer. Die katholische Kirche in Kenia habe mit dieser Strategie schon gute Erfahrungen gemacht.

Ein gutes Beispiel für erfolgreiche Aufklärungsarbeit sei der katholische Orden der Loreto-Schwestern, ein missio-Partner. Seit 1999 arbeiten die Loreto-Schwestern mit Aufklärungsprogrammen gegen Genitalverstümmelung in Kenia. Da die weibliche Beschneidung oft als eine Art Einführungsritus für Mädchen in der Pubertät ins Erwachsenenalter verstanden wird, bieten die Schwestern für zwölf- bis 16-jährige Mädchen einen alternativen christlichen Initiationsritus an. Weiterhin spricht der Orden in den Pfarreien und Dörfern, in denen Beschneidung praktiziert wird, gezielt mit Beschneiderinnen, Dorfältesten und Jugendleitern. So gewinnen die Loreto-Schwestern örtliche Meinungsführer, die sich gegen Beschneidung engagieren. Nicht zuletzt klären die Teams des Ordens an Schulen über die Ursachen und Folgen weiblicher Beschneidung auf.

Das sei der richtige Weg, so Prälat Krämer. Die Arbeit der Schwestern habe mit dazu beigetragen, dass der Anteil der Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren, die in Kenia beschnitten sind, von 38 Prozent 1998 auf 27 Prozent 2014 gesunken sei.

missio Aachen stellte in den vergangenen drei Jahren für Aufklärungsarbeit gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen in Kenia und Tansania rund 164.000 Euro seinen kirchlichen Projektpartnern zur Verfügung. Damit sind bisher rund 40.000 Menschen in diesen Ländern erreicht und für den Kampf gegen die Genitalverstümmelung gewonnen worden.

Linktipps:
Reportage "Ende einer brutalen Tradition?"
Unterstützen Sie unser tansanisches Projekt "Unversehrtheit ist ein Menschenrecht" mit Ihrer Spende!

© 2009-2017 missio Aachen