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Für saubere Handys

Diskussionsveranstaltung mit Thérèse Mema (DR Kongo) bei missio Aachen © missio / Christian Schnaubelt

Talkrunde missio und FOM Hochschule für Ökonomie & Management mit missio-Projektpartnerin Thérèse Mema (DR Kongo)

16. März 2016

In einer Talkrunde bei missio zum Thema „Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten – eine Herausforderung“ sprachen die FOM Hochschule und missio-Projektpartnerin Thérèse Mema über die Ursachen und Perspektiven des Rohstoffhandels in der Demokratischen Republik Kongo.

An diesem, von missio-Mitarbeiterin Cathrin Hauk initiierten Treffen, hatten die Studenten die Möglichkeit mit der Friedenspreisträgerin 2015 über ihre Arbeit in den Trauma-Zentren ins Gespräch zu kommen. Prof. Dr. Herlyn, gab einen Überblick zur weltweiten Situation globaler Lieferketten. Die Ausbeutung sei nicht nur ein Problem, das im Kongo bestehe, sondern weltweit. Ein Problem bei der Regulierung solcher Lieferketten ist, dass es keine einheitlichen globalen Regelungen gibt, insbesondere nicht, wenn es um soziale und ökonomische Standards geht. Viele Nationen haben zwar Richtlinien, aber keine genauen gesetzlich festgelegten länderübergreifenden Regelungen“, kritisierte Prof. Dr. Herlyn, Rektoratsbeauftragte für Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik der FOM Hochschule für Ökonomie & Management.

Thérèse Mema fordert, dass Gesetze gegen Korruption verabschiedet werden müssen. Gesetze, die weltweit gelten. „Europa muss die gleichen Regelungen haben wie Afrika, Asien und USA. Dann würden die Menschen, in deren Heimatländern kostbare Rohstoffe zu finden sind, nicht ausgebeutet werden“, erklärt die Trauma-Therapeutin überzeugt. Es müsse eine WIN-WIN-Situation entstehen, sodass sowohl die kongolesische Bevölkerung und Regierung als auch die Nationen und Unternehmen von den Rohstoffen profitieren können. „Die Menschen in der DR Kongo wissen oft nicht, was das für kostbare Mineralien in ihrem Heimatland sind, nach denen sie schürfen“, fasst Thérèse Mema zusammen.

Die Verantwortung liege aber auch bei den Konsumenten, die die Produkte kaufen und nicht hinterfragen, woher die Rohstoffe für ihre Handys stammen und auf welchem Wege sie gewonnen werden. Deswegen muss die Konsumenten-Seite aufgeklärt werden, wie beispielsweise durch die Aktion Saubere Handys, bei der missio Aachen die Mobilfunkbranche dazu auffordert, keine Geschäfte mit den Rebellen im Kongo zu machen, die die Rohstoffe illegal weiterverkaufen. Außerdem müsse besonders in den westlichen Ländern darauf geachtet werden, dass eine Ressourcen-Effizienz etabliert wird, die durch die Wiederverwertung von alten Handys gefördert wird.

Linktipp:
Aktion Saubere Handys

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