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Erzbischof Zollitsch und missio-Präsident Krämer besuchten Agodi-Gefängnis in Nigeria

Erzbischof Robert Zollitsch (DBK-Vorsitzender) und Prälat Klaus Krämer (missio-Präsident) in Nigeria

In Ibadan, im Südwesten Nigerias, besuchten Erzbischof Robert Zollitsch und missio-Präsident Prälat Klaus Krämer das Agodi-Gefängnis.

28. August 2009

Der Erzbischof zeigt sich am Donnerstag beeindruckt und zugleich betroffen: „Die Bilder sind hart, junge Männer, die an der Zellentür kauern, andere strecken ihren Arm durch die Gitter. Wenn es die Kirche nicht gäbe, wäre das Wort Hoffnung an diesem Ort eine Farce“, sagte er. „Die hohen Gefängnismauern, hinter denen draußen das Leben tobt, schirmen hier drinnen ab und hinterlassen ein Gefühl der Trostlosigkeit.“

Das Agodi-Gefängniss in Ibadan ist völlig überfüllt. Für 300 Insassen erbaut, sind zurzeit 638 Gefangene inhaftiert. Sie sitzen auf engstem Raum in ihren Zellen.

Während der Reise bis zum 5. September wird die Delegation um Erzbischof Zollitsch verschiedene Städte und Regionen in Nigeria besuchen, u.a. auch die Hauptstadt Abuja sowie Kaduna und Jos. In Jos, einer Stadt in der Mitte Nigerias, wird der Erzbischof einen hohen muslimischen Führer, den Emir von Wase, Alhaji Haruna Abdullahi (Video) treffen. Im November 2008 war es in der Stadt zu schweren Unruhen mit vielen Hundert Toten gekommen.

Nigerias Gefängnisse

In den über 250 Gefängnissen Nigerias sind doppelt so viele Menschen inhaftiert, wie es den baulichen Gegebenheiten nach vorgesehen ist. 65 Prozent der Gefangenen warten auf ihren Prozess, manche von ihnen mehr als sieben Jahre lang – oft ohne den Grund für ihre Inhaftierung zu kennen.

Nicht selten kommt es vor, dass auch Menschen verhaftet werden, die durch falsche Anschuldigungen in die Mühlen der Gefängnisjustiz gekommen sind. Wer kein Geld für einen Anwalt besitzt, hat dann große Probleme, wieder freizukommen.

In fast allen Gefängnissen gibt es psychisch erkrankte Menschen. Manche von ihnen sind durch die Haft erkrankt. Doch es gibt auch viele, die von ihren Familien abgeschoben worden sind, weil sie sich nicht mehr um sie kümmern konnten oder wollten.

In Nigerias Gefängnissen werden systematisch Menschenrechte verletzt. Seelsorger helfen (Video) mit Lebensmitteln, juristischer Unterstützung und Versöhnungsprogrammen.

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