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Erzbischof Zollitsch zieht positive Zwischenbilanz seiner Nigeria-Reise

Erzbischof Robert Zollitsch (l.) und Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio (r.), beim Einzug zu einem Open-Air-Gottesdienst. © KNA-Bild

Nach den ersten fünf Tagen seiner Nigeria-Reise hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Die Begegnung mit Bischöfen, Priestern und Gläubigen, die außerordentlich herzlichen Empfänge während der einzelnen Stationen der Reise haben mir gezeigt: Die Kirche in Deutschland und die Kirche in Nigeria bauen als die eine Weltkirche gemeinsam an Brücken für alle Menschen“, so Erzbischof Zollitsch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

31. August 2009

„Ich erlebe eine junge Kirche, die ihren Glauben fröhlich feiert, trotz aller Probleme, die es hier im Land gibt. Das fasziniert mich: Die Gesichter sind nicht sorgenvoll, sondern lebensfroh. In Nigeria bewahrheitet sich für mich das Wort ‚Was nicht gefeiert wird, ist im Leben nicht präsent’.“

Erzbischof Zollitsch hält sich seit Mittwoch in Nigeria auf. Stationen waren bisher die frühere Hauptstadt Lagos sowie die Provinz- und Bischofsstädte Ibadan, Calabar, Oweri, das am Niger gelegene Onitsha, Enugu und Abudja. Bei seinem Gespräch mit dem Gouverneur des Bundesstaates Cross River betonte Erzbischof Zollitsch die Bereitschaft der Kirche, am Brückenbau zwischen den Religionen und Ethnien in Nigeria mitzuwirken. Gouverneur Liyel Imoke versicherte die volle Unterstützung der Regierung in der christlich geprägten Südostregion Nigerias. Erst vor kurzem hatte seine Regierung mehrere Schulen, die unter staatlicher Kontrolle waren, an die katholische Kirche aufgrund ihrer Erfahrung im Erziehungsbereich zurückgegeben.

Erzbischof Zollitsch bezeichnete Nigeria erneut als „Kontinent der Hoffnung.“ Man dürfe das Land nicht nur wirtschaftlich auf den Ölreichtum oder gesellschaftlich auf das Problem von HIV reduzieren, sondern müsse das ganze Land im Blick haben: „Gerade mit den vielen jungen Menschen Nigerias und insbesondere der katholischen Kirche gibt es allen Grund zur Hoffnung. Vergesst die Jugend nicht, denn sie ist Eure Zukunft“, rief Zollitsch mehreren tausend Gläubigen am Sonntag in Enugu zu. Kritisch ging er mit der gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Kluft im Land um: „Einige wenige bereichern sich an den Bodenschätzen, die der ganzen Bevölkerung zustehen. Das kann nicht der Sinn von Globalisierung sein. Wirtschaft braucht ethische Grenzen, auch in Nigeria. Die Kirche kümmert sich ganzheitlich um den Menschen. Zu dieser Ganzheitlichkeit gehört insbesondere eine gerechte Verteilung der Güter. Nigeria ist eine Erfolgsgeschichte in vielen Bereichen, aber hier muss das Land noch manches aufholen“, so Zollitsch.

Positive Erfahrungen machte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im Bereich der Ökumene. Gerade das Gespräch mit der Anglikanischen Kirche sei positiv für die Christen vor Ort. „Sorge bereitet den Bischöfen Nigerias aber die schnelle und massive Ausbreitung der Sekten. Ich selbst habe an jedem Dorfeingang und in jeder Stadt so viele Sekten und kirchliche Gemeinschaften gesehen wie nie zuvor. Das Problem ist groß und um so mehr müssen wir als katholische Kirche entsprechende Antworten auf die Glaubens- und Lebensfragen der Menschen geben.“, so Erzbischof Zollitsch. Eine Antwort sei die konkrete Hilfe der Kirche aus Deutschland. Wo immer er in Nigeria hinkomme, werde die Arbeit der Hilfswerke missio und Misereor in besonderer Weise gewürdigt.

Hinweise: Die aktuellen Reden von Erzbischof Robert Zollitsch während der Reise finden Sie im Internetblog des Erzbischofs. Ebenso können Sie dort das tagesaktuelle Reisetagebuch des Erzbischofs lesen, der mit der Nigeria-Reise erstmals unter die Blogger gegangen ist.

missio-Präsident Prälat Klaus Krämer begleitet Erzbischof Zollitsch auf seiner Reise durch Nigeria. missio thematisiert im Oktober 2009 die Friedensarbeit der katholischen Kirche Nigerias im Rahmen des Monats der Weltmission.

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