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Katholikentag 2016: missio-Podium fordert gesetzliche Regelungen für faire Produktion in Elektronik- und Kleidungsbranche

© Christian Schnaubelt / missio

Besser als Boykott oder freiwillige Vereinbarungen - missio-Präsident Krämer: "Nur zertifiziertes Coltan nutzen"

26. Mai 2016

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen hat heute auf dem Katholikentag in Leipzig mit dem Podium "Mörderpreise und Hungerlöhne" dazu aufgerufen, künftig stärker auf deutschland- und europaweit gültige gesetzliche Regelungen für Unternehmen der Kleidungs- und Elektronikbranche zu setzen, um menschenrechtliche, ökologische und soziale Standards bei der weltweiten Produktion durchzusetzen. Dies sei wirkungsvoller als der Boykott von Produkten und Firmen oder freiwillige Vereinbarungen.

Ein Beispiel für diese Forderung ist der lukrative Handel mit Rohstoffen wie Coltan aus dem Osten des Kongos, die für den Bau von Smartphones notwendig sind. Um diese Coltanminen in dem afrikanischen Land ist ein blutiger Konflikt entbrannt. Eine Folge dieser Kämpfe sind Menschenrechtsverletzungen wie die Vergewaltigung von Frauen und Männern. missio-Projektpartnerin Thérèse Mema Mapenzi ist Traumatherapeutin und Leiterin der Traumazentren der Kommission "Justitia et Pax" im kongolesischen Bukavu, die diese Opfer betreuen. Sie macht die weltweiten Wirtschaftsbedingungen, die den Handel mit solchen Konfliktrohstoffen nicht transparent machen und ihn nicht unterbinden, für das Leid der Menschen im Kongo verantwortlich. "Wir brauchen für Afrika endlich faire Wirtschafts- und Handelsbedingungen, sonst ändert sich nichts", so die missio-Partnerin.

missio-Präsident Prälat Klaus Krämer forderte die Hersteller von Smartphones auf, nur zertifiziertes Coltan zu nutzen. "Dieser Rohstoff darf nachweislich nicht aus einer problematischen Produktion stammen", so Prälat Krämer. Er rief dazu auf, diese Forderung mit der missio-Unterschriftenaktion "Saubere Handys" zu unterstützen. "Bisher haben rund 40.000 Menschen diese Petition unterschrieben", sagte der missio-Präsident.

Eine weiteres Beispiel ist die Textilproduktion in Kambodscha. Dort arbeitet die Ordensfrau und missio-Partnerin Sr. Eulalia N. Desacula, die ein Zentrum für Textilarbeiterinnen und ihre Familien leitet. Sie setzt auf ein bewussteres und nachhaltigeres Verbraucherverhalten in Deutschland und Europa, um in ihrer Heimat die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken zu verbessern. "Sie müssen sich engagieren und bewusst ihre Kaufentscheidung treffen, damit es den Frauen in Kambodscha besser gehen kann", so die Ordensfrau.

Auf dem Podium diskutierten noch Dr. Bernhard Felmberg vom Bundesentwicklungsministerium, Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero, Kristin Heckmann von Hess Natur-Textilien und Tina Trinks von Fairphone, die fair produzierte Smartphones herstellen.

Linktipps:
Aktion Schutzengel | Aktion "Saubere Handys" | Online-Petition
Das missio-Programm auf dem 100. Katholikentag in Leipzig

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