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missio Aachen kritisiert zum Weltflüchtlingstag EU-Pläne für Migrationspakt mit afrikanischen Ländern

© flickr.com, Syria Freedom House (cc by 2.0)

missio-Präsident Krämer: „Europa will sich abschotten“ – 2015 unterstützte missio 42 kirchliche Flüchtlingsprojekte in 20 Ländern im Nahen Osten, Afrika und Asien für rund 254.000 Flüchtlinge

15. Juni 2016

Zum Weltflüchtlingstag kritisiert das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen die Pläne der Kommission der Europäischen Union (EU), mit sieben afrikanischen Ländern, Jordanien und dem Libanon einen Migrationspakt abzuschließen. Gegen Geldzahlungen sollen diese Länder Migration eindämmen und Flüchtlinge zurücknehmen, die auf kein Asyl in Europa hoffen können. „Das wird die Flüchtlingsproblematik in keiner Weise lösen. Europa will sich abschotten, ohne die Ursachen der Migration zu bekämpfen“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen.

Unter den Paktländern seien totalitäre oder gescheiterte Staaten wie Eritrea, Libyen und der Sudan, so Krämer weiter. „Selbst bei einer Unterzeichnung eines solchen Paktes, ist es unwahrscheinlich, dass diese Staaten überhaupt in der Lage wären, illegale Migration zu stoppen“, meinte Krämer. Anstatt die Probleme weltweiter Migration allein auf die Herkunftsländer von Migranten und Flüchtlingen abzuwälzen, brauche Europa eine Kombination aus „koordinierter Migrations- und Einwanderungspolitik“ und einer europaweit solidarischen „einheitlichen Flüchtlingspolitik“, sagte der missio-Präsident.

„Schon jetzt kommen die christlichen Kirchen im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Asien mit ihrer Flüchtlings- und Migrationsarbeit in ihren Heimatländern an die Grenze der Leistungsfähigkeit, die Umsetzung der EU-Migrationspakte würde sie zusätzlich belasten“, erklärte Prälat Krämer. Er wies darauf hin, dass von rund 60 Millionen Flüchtlingen weltweit nur rund drei Millionen Menschen nach Europa kämen. Rund 57 Millionen Geflüchtete würden im Nahen und Mittleren Osten, Afrika und Asien versorgt. Allein missio Aachen unterstützte im vergangenen Jahr 42 Flüchtlingsprojekte seiner Partner in 20 Ländern dieser Regionen mit 2,7 Millionen Euro. Davon wurden rund 254.000 Menschen mit Akuthilfe, pastoraler und psychologischer Betreuung, Friedens- und Dialogarbeit oder Wiederansiedlungshilfen erreicht. „Die missio-Partner konzentrieren ihre Flüchtlingsarbeit vor allem auf die Menschen, die keinen Zugang zu großen internationalen Hilfsprogrammen haben oder die besondere individuelle Begleitung brauchen. Diese Menschen haben nichts von Migrationspakten, wie sie die Europäische Union anstreben“, betonte Prälat Krämer zum Weltflüchtlingstag.

Linktipp:
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