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Katholisches Hilfswerk missio Aachen bewilligt 80.000 Euro Soforthilfe für Kriegsopfer im Südsudan

© missio

Nach Kämpfen in der Hauptstadt berichten missio-Partner von tausenden Toten – „Situation dramatischer als bekannt“ – 4.000 Flüchtlinge im Priesterseminar – missio-Experte kritisiert Verhalten der UN-Mission

13. Juli 2016

Für die Versorgung der Bevölkerung nach den aktuellen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der südsudanesischen Hauptstadt Juba hat das katholische Hilfswerk missio Aachen rund 80.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir hoffen, dass die heute ausgerufene Feuerpause in Juba hält und die Kämpfe sich nicht auf andere Landesteile ausweiten“, sagte Hans-Peter Hecking, missio-Experte für den Südsudan. Er ist mit den kirchlichen Partnern vor Ort in Kontakt. „Unter Lebensgefahr versuchen Priester und Ordensleute wie unser Partner Bernhard Hengl Nahrungsmittel für die Notleidenden zu besorgen, die sich in Kirchen und Pfarrzentren geflüchtet haben“, sagte Hecking weiter.

missio-Partner Hengl berichtet gegenüber missio Aachen in einer E-Mail aus Juba, dass es dort Tausende von Toten gebe. Die „Situation ist wesentlich drastischer als in den Medien dargestellt“, schreibt der Comboni-Missionar weiter. Allein im Priesterseminar Munuki seien 4.000 Flüchtlinge untergekommen. „Sie sind schwach, aber sonst scheinen sie gesund zu sein“, so Bruder Hengl.

missio-Experte Hecking kritisiert die fehlende Präsenz der UN-Mission für den Südsudan während der jüngsten Kämpfe in der Hauptstadt. Die UN-Kräfte versäumten es, durch Patrouillen mit gepanzerten Fahrzeugen in der Hauptstadt gefährliche Situationen zu entschärfen und das Menschenleben von Zivilisten zu retten, so Hecking. Die Bevölkerung verliere so das Vertrauen in die UN-Mission.

Der missio-Experte, der mehrmals im Südsudan gewesen ist, bezeichnet zudem die Friedens-Appelle von Präsident Salva Kiir und seines Widersachers Riek Machar als „Farce“. Die meisten Menschen in Juba glaubten, dass beide ein schmutziges und doppelzüngiges Spiel spielten und zumindest indirekt das Vorgehen ihrer Truppen aus machtpolitischen Erwägungen billigten. „Die Lage ist nach wie vor äußerst angespannt und unberechenbar“, so Hecking.

Linktipp:
Spendenaufruf für die aktuellen Kriegsopfer im Südsudan

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