Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Kollektenaufruf und -termine » Reportage » Afrikatag 2017 » Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

missio Aachen warnt vor Eskalation der Gewalt auf Mindanao: Rolle der Kirche als Friedensstifter stärken

Fr. Sebastiano D'Ambra © Hartmut Schwarzbach / missio

Nach dem terroristischen Anschlag vom Wochenende in der südphilippinischen Stadt Davao auf Mindanao mit 14 Toten und rund 70 Verletzten warnt das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen nach Gesprächen mit seinen Partnern vor Ort vor einer Eskalation der Gewalt und wachsenden Furcht der Christen.

5. September 2016

"Wir verurteilen diesen Anschlag auf das Schärfste und sind mit unseren Projektpartnern sehr beunruhigt, dass die Gewalt im südphilippinischen Mindanao eskaliert", warnt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, nach dem Anschlag vom vergangenen Wochenende in der Großstadt Davao mit 14 Toten und rund 70 Verletzten. Zu dem Attentat hat sich die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf bekannt, die gegen die Zentralregierung für einen unabhängigen islamischen Staat im Süden der Philippinen kämpft. "Wir werden die katholische Kirche in den Philippinen und auf Mindanao weiter dabei stärken, ihre Rolle als friedensstiftender Vermittler auszufüllen und den Dialog zwischen Christen und Muslimen voranzutreiben", so Krämer weiter. Zum kommenden Monat der Weltmission im Oktober besucht auf Einladung von missio eine Delegation der philippinischen Kirche Deutschland.

Father Sebastiano d'Ambra, Gründer der christlich-muslimischen Dialogbewegung Silsilah in den Philippinen, bewertete gegenüber missio Aachen den Anschlag als eine Art Warnschuss der Terrorgruppe Abu Sayyaf gegenüber dem neuen philippinischen Präsidenten Duterte. Grund sei, dass der neue Präsident auf Mindanao lokalen Drogenbossen und Organisationen den Kampf angesagt habe, die in Verbindung mit Abu Sayyaf stünden. Zudem habe Präsident Duterte auch ein Vorgehen gegen Abu Sayyaf in der südphilippinischen Region Jolo und in Basilan angekündigt. "Abu Sayyaf möchte, dass der Präsident diese Initiativen stoppt", so Father Sebastiano gegenüber missio. Es sei wahrscheinlich, dass Abu Sayyaf jetzt versuche, eine Art Mehrfronten-Konflikt gegen das philippinische Militär zu eröffnen, so der missio-Projektpartner weiter. "Dafür spricht, dass sie zur gleichen Zeit des Anschlags wahrscheinlich auch für den Anschlag auf ein Elektrizitätswerk in Cotabato verantwortlich gemacht werden können", berichtet Father Sebastiano.

Nach dem Anschlag von Abu Sayyaf in Davao beobachtet Father Sebastiano eine wachsende Furcht unter Christen. "Der christlich-muslimische Dialog wird schwerer werden", so missio-Partner Father Sebastiano weiter. Besonders schlimm sei, dass die Bevölkerung bisher davon ausgegangen sei, dass Davao vor Anschlägen sicher sei. "Das trifft natürlich auch den Tourismus und die Wirtschaft in Davao", so Father Sebastiano.

Father Sebastiano kündigt gegenüber missio an, dass sich am 19. September in Davao philippinische Bischöfe mit muslimischen Würdenträgern treffen werden. Zu dem Treffen habe auch Präsident Duterte sein Kommen zugesagt.

Fr. Sebastiano D'Ambra wird auf Einladung von missio im Rahmen des Monats der Weltmission vom 10.-23. Oktober 2016 zu Gast in Deutschland sein.

Linktipps:

© 2009-2017 missio Aachen