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missio-Kunstkalender 2017 erschienen

Titelblatt des Kunstkalenders 2017 © Emmanuel Garibay / missio

Der philippinische Maler Emmanuel Garibay widmet ihn den Armen und ausgebeuteten Frauen in seiner Heimat

18. Oktober 2016

Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen hat seinen Kunstkalender 2017 vorgestellt. Der Maler Emmanuel Garibay hat die Bilder seiner Heimat gewidmet, den Philippinen. Der Kalender thematisiert das Leben der armen Menschen auf den Philippinen. Besonders den philippinischen Frauen widmet Garibay seine Kunst, die in den unter Druck stehenden Familien besonders gefordert sind.

Auch 30 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur steht der Inselstaat im Pazifik vor großen Herausforderungen: Clans beherrschen die Politik, internationale Konzerne beuten das Land aus, die Kluft zwischen Armen und Reichen wächst. Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung der Philippinen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Für viele Familien ist die Straße ihr Zuhause. Zehn Millionen Filipinos und Filipinas arbeiten im Ausland. Schätzungsweise 70 Prozent der philippinischen Arbeitsmigranten sind Frauen, die mit ihrem Lohn als Krankenschwester, Kindermädchen oder im Service ihre Familie in der Heimat unterstützen. Deshalb erzählt das Titelbild des missio-Kalenders die Geschichte dieser Frauen. „Handy-Mütter“ werden sie genannt, weil sie selten die Zeit und das Geld haben, um zu ihren Familien nach Hause zu fliegen. Für sie bleiben nur kurze Botschaften an die Kinder. Die Frauen sind gefangen in wirtschaftlichen Abhängigkeiten, werden nicht selten misshandelt oder missbraucht.

Für Garibay ist Kunst eine politische und soziale Ausdrucksweise, die unser Bewusstsein schärft. Der philippinische Künstler zeigt auf seinen Bildern auch die Armut der ländlichen Filipinos im Spannungsfeld von Macht und Machtlosigkeit. So sind seine biblischen Motive nie gefällig und glatt, sondern in den Alltag der Menschen seines Heimatlandes hineingestellt. In seinem Soziologie-Studium, dem später noch die Theologie folgte, lernte er die Abhängigkeiten des Einzelnen von gesellschaftlichen Gegebenheiten und Machtstrukturen zu erkennen. Das bringt ihn dazu, die sozialen Missstände und das Leiden der Menschen in Bildern auszudrücken. Eine Mischung aus konservativen und radikalen Elementen entsteht, die seine Kunst bestimmen. Heute sagt Garibay, der als „Kind der Arbeiterklasse“ nicht allein Missstände anprangern möchte, sondern auch den „Reichtum der Armen“ ins Bild setzen möchte, über seine Kunst: „Ich predige immer in meinen Bildern. Es ist eine Art die Welt zu sehen, die andere dankbar für ihre Welt machen soll.“

Der missio-Kunstkalender 2017 ist im missio-Onlineshop erhältlich. Ebenfalls kann der „missio-Fotokalender Kinder 2017“ online erworben werden.

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