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Südafrikanischer Erzbischof warnt vor Folgen von Dürre und Korruption

Erzbischof Sithembele Anton Sipuka (Erzbistum Umtata) © Lena Monshausen / missio

150.000 Menschen an der Ostküste Südafrikas von Lebensmittelknappheit betroffen

4. April 2017

„Auch Südafrika leidet immer stärker unter der Dürre und in Zukunft sind noch mehr Dürreperioden zu erwarten“, hat der südafrikanische Erzbischof Sithembele Anton Sipuka gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen gewarnt. In der Region KwaZulu-Natal an der Ostküste Südafrikas seien mehr als 150.000 Menschen von Lebensmittelknappheit betroffen. “Der Regen blieb vielerorts aus, es konnte nichts geerntet werden, dadurch steigen die Lebensmittelpreise, Hunger ist die Folge”, beschrieb Sipuka die Not.

Für Sipuka ist das Folge des Klimawandels, für den die großen Industriestaaten verantwortlich seien. “Die Armen in Afrika haben mit den bitteren Folgen zu kämpfen”, sagte er gegenüber missio. Hier müsse der Westen mehr Solidarität zeigen.

Zeitgleich mit der Dürre sei Südafrika mit den Folgen der innerafrikanischen Flüchtlingsbewegungen konfrontiert, so Erzbischof Sipuka gegenüber missio Aachen. Rund drei Millionen Menschen aus Simbabwe seien eingewandert. Sie erhofften sich eine bessere wirtschaftliche Zukunft. Dabei entstünde ein Konkurrenzkampf zwischen den Flüchtlingen und Einheimischen, die selbst um das tägliche Überleben kämpften. Dabei komme es zu gewaltsamen Ausschreitungen. “Die Spannungen sind nicht Folge von Fremdenfeindlichkeit, sondern Folge von begrenzten Ressourcen und Korruption”, sagte Erzbischof Sipuka in Aachen. In seiner Diözese Umtata gebe es bereits Programme, die den Flüchtlingen helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. „Unsere Aufgabe als Kirche ist es, Versöhnung zu vermitteln“, so Erzbischof Sipuka.

Linktipps:
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Pressemitteilung zur Hungersnot am Horn von Afrika

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