Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Johannes Seibel

Johannes Seibel ,
Leiter Abteilung Kommunikation und Presse / Pressesprecher

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-285
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

missio Aachen ruft Handyhersteller zu fairer Produktion auf

missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer

Herkunft von Rohstoffen aus Demokratischer Republik Kongo überprüfen – Internationaler Tag des Fairen Handels – Opfer von Ausbeutung brauchen gute Betreuung vor Ort

12. Mai 2017

„Handyhersteller müssen mehr darauf achten, dass Produktionsmaterialien wie das Mineral Coltan nicht aus illegalem Abbau und Handel stammen“, forderte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, zum „Internationalen Tag des Fairen Handels“ am kommenden Samstag (13. Mai).

Das gilt vor allem mit Blick auf die Demokratische Republik Kongo. Dort tobt im Osten des Landes einer der blutigsten Konflikte Afrikas um die Kontrolle über Coltan-Minen. Die Gewalt traumatisiert zuerst Familien und Frauen. Prälat Krämer ruft die Handyhersteller dazu auf, nachzuweisen, dass sie tatsächlich Coltan aus zertifizierten Minen verarbeiten. „Solche Minen gibt es auch im Kongo. Nur so kann die Ursache des Leids der Familien und Frauen beseitigt werden“, sagte Prälat Krämer. Gleichzeitig empfiehlt der missio-Präsident den Konsumenten, stärker fair produzierte Handys und Smartphones wie zum Beispiel die der Hersteller Fairphone oder Shiftphone zu nutzen. „Der Marktanteil dieser Geräte ist noch zu gering“, so Krämer.

Kirche sichert soziale, psychologische und seelsorgerliche Betreuung von Opfern ausbeuterischer Wirtschaftsbedingungen

Gleichzeitig erinnerte Prälat Krämer zum „Internationalen Tag des Fairen Handels“ daran, dass die Kirche in Afrika und Asien konkret an der Seite der Familien und Frauen steht, die am meisten unter gewalttätigen und ausbeuterischen Wirtschaftsbedingungen leiden. „Politische Lobbyarbeit und ein anderes Konsumverhalten sind wichtig, reichen aber allein nicht aus. Die Betroffenen brauchen unmittelbar eine gute soziale, psychologische und seelsorgerliche Betreuung, damit sie ihre Würde bewahren können“, so Krämer. Zudem brauche die Kirche auf diesen Kontinenten eine gute Ausbildung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um diese Arbeit zu leisten. „Das ist missio ein wichtiges Anliegen“, meinte Krämer.

Deshalb unterstützt missio zum Beispiel kirchliche Trauma-Zentren im Osten des Kongos, die sich um Opfer des Kampfs um Coltan kümmern. In Kambodscha engagiert sich der katholische Orden „Töchter der Nächstenliebe“ für benachteiligte Textilarbeiterinnen und deren Familien. Gefördert wird das Projekt durch eine Kooperation von missio und dem Aachener Naturmode-Hersteller Lana. In den Philippinen bietet missio-Partner Pater Shay Cullen Opfern von Kinderprostitution psychologische Hilfe an und schafft jungen Frauen durch den fairen Handel mit Mangos Einkommensmöglichkeiten, damit sie nicht in die Prostitution rutschen. „Das sind ganzheitliche, nachhaltige Initiativen, die die Welt ein Stück gerechter machen“, so Prälat Krämer.

Linktipps:
missio-Aktion Saubere Handys
missio-Projekt in der DR Kongo
missio-Projekt in Kambodscha
missio-Projekt auf den Philippinen

© 2009-2017 missio Aachen