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Südsudanesischer Bischof warnt vor Verschärfung der Hungerkrise in seiner Heimat

Bischof Barani Eduardo Hiiboro Kussala, Vorsitzender der gemeinsamen Bischofskonferenz von Sudan und Südsudan © Johannes Seibel / missio

Besuch bei den drei Aachener Hilfswerken missio, MISEREOR und Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ – Rund vier Millionen Binnenflüchtlinge

31. August 2017

Vor einer weiteren Verschärfung der Hunger- und Flüchtlingskrise im Südsudan hat Bischof Eduardo Hiiboro Kussala (Foto) in Aachen beim Besuch der drei katholischen Hilfswerke missio, MISEREOR und Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ gewarnt. Der Vorsitzende der gemeinsamen Bischofskonferenz von Sudan und Südsudan berichtete, dass Teile seiner Heimat von der Versorgung über Land abgeschnitten und die Landwirtschaft zum Erliegen gekommen seien. „Der Bedarf an Lebensmitteln kann zurzeit auch mit Unterstützung des Auslandes nicht gedeckt werden, es fehlt vor allem für die Flüchtlinge an grundlegender Versorgung mit Unterkünften, Wasser, Medikamenten und Bildungsangeboten“, so Bischof Eduardo, der selbst von missio in seiner Priesterausbildung gefördert wurde.

„Enorme psychologische Belastungen“

Als Folge des 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieges seien rund vier Millionen Menschen innerhalb des vorwiegend christlichen Südsudans selbst auf der Flucht. Knapp 2,3 Millionen lebten in Flüchtlingslagern in den Nachbarstaaten Uganda, Kenia, Äthiopien, dem Sudan, Kongo und der Zentralafrikanische Republik. „Neben der humanitären Katastrophe sind diese Menschen massiven psychologischen Belastungen ausgesetzt“, sagte Bischof Eduardo, der als Kind zweimal selbst die Erfahrungen eines Flüchtlings machen musste. „Der Alltag in den Camps ist langweilig, es gibt keine Aufgaben für die Geflüchteten. Ihnen fehlt dort die Zukunftsperspektive, ihnen droht der Verlust des Lebenssinnes“, berichtete Bischof Eduardo. Deshalb betreuten Mitarbeitende der Kirche die Flüchtlinge psychologisch und durch eine Art Grundseelsorge. Dadurch könne für die Geflüchteten der kirchliche Alltag beispielsweise mit Gottesdiensten oder Vorbereitungskursen zur Kommunion und Firmung aufrechterhalten werden. „Unsere Priester und kirchlichen Mitarbeitenden mussten ja oft selbst auch mit ihren Gemeinden fliehen, wir geben in den Camps unser Bestes, aber es fehlt kirchliches Personal, um noch besser die Menschen betreuen zu können“, so Bischof Eduardo.

Versöhnungs- und Friedensprozesse brauchen Zeit

Bischof Eduardo sieht in der politischen Beendigung des Bürgerkrieges, der Integration von Kämpfern und Rebellen in die Zivilgesellschaft, dem Aufbau funktionierender staatlicher Strukturen und eines guten Bildungssystems sowie dem Beginn von zivilgesellschaftlichen Versöhnungs- und Friedensprozessen die wichtigsten Aufgaben des 2011 unabhängig gewordenen Südsudans. „Wir sind ein junges Land, wir und die Weltgemeinschaft brauchen Geduld“, bat Bischof Eduardo bei seinem Besuch in Aachen.

missio Aachen fördert seit 2013 rund 60 Maßnahmen der südsudanesischen Kirche in den Bereichen Ausbildung, Flüchtlingsseelsorge, Lebensunterhalt für kirchliches Personal, Ausbau der Infrastruktur und Akuthilfe mit etwa 2,24 Millionen Euro.

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