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Interreligiösen Dialog nicht durch aggressive Missionsmethoden gefährden

Sant'Egidio: Friedenstreffen 2017 in Münster/Osnabrück

missio-Präsident Prälat Krämer beim Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio

11. September 2017

Die friedliche Koexistenz der Religionen als eine der „wesentlichen Herausforderungen“ für die globalisierte Gesellschaft im 21. Jahrhundert darf nicht durch „aggressive Missionsmethoden“ gefährdet werden. Dies hat Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Montag in Münster beim Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio gefordert. Eine immer größere Bedeutung gewinne dabei der interreligiöse Dialog, der zwar „anstrengend“, aber der „einzige Weg zu einem friedlichen Zusammenleben“ sei. Als Beispiele nannte Krämer drei missio-Projekte in Pakistan, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik, die durch gemeinsame Präventionsarbeit von Christen und Muslimen gegen gewalttätige Auseinandersetzungen Maßstäbe setzten.

Voraussetzung für den interreligiösen Dialog seien interkulturelle Kompetenz, die Entwicklung der eigenen religiösen Identität und die Bereitschaft zum Gespräch auf Augenhöhe. Prälat Krämer forderte alle Verantwortlichen im weltweiten Religionsdialog dazu auf, sich mit Nachdruck gegen jede „destruktive und respektlose Abgrenzung zwischen den Religionen“ und die „missbräuchliche Instrumentalisierung religiöser Gefühle“ zu wenden. Es dürfe keine Gewalt gegen Andersdenkende, keine unlauteren Methoden zu Lasten anderer Religionen und kein einseitiges Ausnutzen einer faktischen Machtstellung gegenüber Minderheiten geben.

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