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missio ruft zu Solidaritätsgottesdiensten für Asia Bibi auf

Asia Bibi

missio-Präsident Krämer: Kommende Bundesregierung soll sich gegen Blasphemiegesetze einsetzen - Hilfswerk stellt Materialen kostenlos zur Verfügung

17. November 2017

Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen ruft zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zum Gebet für die pakistanische Christin Asia Bibi auf. Die fünffache Mutter wurde wegen angeblicher Blasphemie 2010 zum Tod verurteilt und wartet vergeblich auf ihre Berufungsverhandlung vor dem Obersten Gerichtshof. „Für Asia Bibi, ihre Familie und die Christen in Pakistan ist diese Gebetssolidarität ein wichtiges Zeichen, dass sie von der Welt nicht vergessen werden“, sagte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer in Aachen. missio Aachen stellt jetzt schon für die Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten und Gebeten am 10. Dezember kostenloses Material zur Verfügung.

„Wir fordern die kommende Bundesregierung zudem auf, sich in Pakistan dafür einzusetzen, dass der Missbrauch der Blasphemiegesetze gesetzlich verfolgt wird. Muslimische und katholische pakistanische Bürger versuchen gerade gemeinsam, eine solche Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen“, so Prälat Krämer.

Das pakistanische Strafgesetzbuch sieht für die Verunglimpfung des Propheten Mohammed die Todesstrafe, lebenslange Haft oder Geldstrafen vor. Von 1929 bis 1982 waren in Pakistan allerdings nur neun Fälle vor Gericht verhandelt worden – seitdem in dreißig Jahren mehr als 1.200 Fälle.

Das sogenannte Blasphemiegesetz wird oft im Zuge von Nachbarschaftsfehden, zur Erlangung wirtschaftlicher Vorteile, bei politischen Querelen oder gegen Minderheiten missbraucht. Betroffen davon sind Muslime, Hindus, Christen und andere Gruppen gleichermaßen – bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil von 2,3 Prozent Christen allerdings überproportional häufig.

Auch Asia Bibi wurde wegen eines Streites am Arbeitsplatz der Blasphemie bezichtigt. Sie wurde 2010 zum Tod verurteilt. Im Juli 2015 setzte der Oberste Gerichtshof in Pakistan das Todesurteil vorerst aus, verschob aber die eigentliche Berufungsverhandlung gegen das Urteil. Bis heute ist noch kein neuer Termin vor dem Obersten Gerichtshof angesetzt, da noch kein Richter gefunden wurde, der diese Verhandlung leiten soll. Deshalb ist Asia Bibi weiter inhaftiert.

missio Aachen sammelte 2014 rund 18.500 Unterschriften für die Freilassung von Asia Bibi. Sie wurden von der Bundesregierung an die zuständigen Politiker in Pakistan übergeben.

Materialien für das Solidaritätsgebet für Asia Bibi stehehn hier zum Download bereit und sind kostenlos unter www.missio-onlineshop.de bestellbar.

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Downloads

Liturgische Hilfen zur Gestaltung eines Gottesdienstes (PDF, 2.9 MB)
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