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Weihnachten: Christen in Nigeria, Indien und Pakistan fürchten Gewaltausbrüche

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen

Partner des katholischen Hilfswerkes missio beklagen mangelnden Schutz durch Sicherheitsbehörden

21. Dezember 2017

Das katholische Hilfswerk missio Aachen rechnet zu Weihnachten mit Gewaltausbrüchen gegen Christen vor allem in Nigeria, Indien und Pakistan. „Unsere Partner berichten von einer angespannten Lage und haben wenig Vertrauen in einen wirkungsvollen Schutz durch die Behörden“, sagte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. Da die meisten Christen im Nahen und Mittleren Osten Kirchen angehören, die Weihnachten erst am 6. Januar feiern, sei hier die Lage noch ruhiger.

Bischof Stephen Dami Mamza aus der Diözese Yola im Nordosten Nigerias hat die eigenen Sicherheitsvorkehrungen zu Weihnachten erheblich gestärkt. Seine Diözese liegt im Operationsgebiet der islamistischen Terrorgruppe „Boko Haram“ und ist von gewalttätigen Konflikten zwischen Nomaden und sesshaften Bauern betroffen, die religiös aufgeladen werden. Dadurch hätten sich die christlich-muslimischen Beziehungen verschlechtert und eine humanitäre Krise suche den Nordosten Nigerias heim. Besonders verwundbar seien die kirchlichen Flüchtlingscamps, in denen zehntausende Binnenflüchtlinge vor dem Terror Aufnahme gefunden haben.

„Unsere Sicherheitsteams bewachen Kirchen rund um die Uhr“

„Wir haben unsere eigenen, freiwilligen Sicherheitsteams in höchste Alarmbereitschaft versetzt, und wenn nötig werden sie rund um die Uhr unsere Kathedrale, unsere Kirchen und unser Flüchtlingscamps bewachen“, sagte Bischof Mamza gegenüber missio Aachen. In der jüngsten Vergangenheit seien schon einige Kirchen von „Boko Haram“ und marodierenden Nomaden zerstört worden. Gleichzeitig seien junge Christinnen verschleppt und missbraucht worden. „Wir sind von der Polizei und den Streitkräften in Nigeria schwer enttäuscht, ihre Arbeit ist schlecht. Wir sind auch enttäuscht, weil sie auf unsere Sicherheitsbedenken in keiner Weise reagieren“, sagte Bischof Mamza.

Hindu-Nationalisten schüchtern vor Weihnachten Christen in Indien ein

Auch im indischen Bundesstaat Odisha wächst vor Weihnachten die Furcht vor Anschlägen. Vor zehn Jahren waren dort in der Region Kandhamal bis zu 100 Christen während hindu-nationalistischer Gewaltausbrüche getötet und rund 56.000 Menschen vertrieben worden. „Hindu-Nationalisten streuen Gerüchte, dass sie am 22. und 23. Dezember in der Region größere Treffen abhalten wollen, das versetzt die Christen in Angst“, berichtet ein missio-Projektpartner. Ihn beunruhige auch, dass in gesamt Indien in der Adventszeit vermehrt Christen von der Polizei festgenommen und christliche Adventsfeiern aufgelöst worden seien. „30 Priesterseminaristen und zwei Priester wurden am 14. Dezember festgenommen, weil sie in ihrem Priesterseminar ein Adventskonzert gegeben hatten, was seit über 30 Jahren Tradition hat“, berichtet der missio-Partner weiter. Das habe alle Christen in Indien betroffen gemacht und lasse für Weihnachten weitere Repressionen oder auch Gewalt befürchten.

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