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„Anerkennung des Martyriums der Mönche von Tibhirine ermutigendes Signal“

missio-Präsident Klaus Krämer (4.v.l.) und Erzbischof Henri Thessier am Grabstein für die ermordeten Trappisten. © Klaus Vellguth / missio

missio-Präsident Prälat Klaus Krämer sieht durch Entscheidung von Papst Franziskus interreligiösen Dialog gestärkt – Besuch an Gräbern

2. Februar 2018

„Das ist ein ermutigendes Signal für den interreligiösen Dialog und ein eindringlicher Appell, Religion vor dem Missbrauch durch Politik und Ideologen zu schützen.“ So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die Anerkennung des Martyriums von sieben Trappisten des Klosters Tibhirine und des früheren Bischofs von Oran, Pierre Claverie, durch Papst Franziskus. „Ich habe vor wenigen Wochen in Algerien die Gräber der ermordeten Mönche von Tibhirine besucht. Sie sind beeindruckende Glaubenszeugen, von denen wir heute viel lernen können“, so Prälat Krämer weiter.

Die sieben französischen Trappisten des Klosters Notre-Dame de l’Atlas sind 1996 entführt und ermordet worden. Sie lebten mit ihren muslimischen Nachbarn friedlich zusammen, förderten den Dialog und halfen den Bedürftigen in ihrer Nachbarschaft. Die Umstände konnten nie restlos aufgeklärt werden. Bischof Pierre Claverie wurde durch ein Bombenattentat getötet. 2010 wurde das Leben der Mönche unter dem Titel „Von Menschen und Göttern“ verfilmt.

missio fühle sich der Eröffnung des Seligsprechungsprozesses für die sieben Mönche von Tibhirine und Bischof Pierre Claverie verpflichtet. „Wir fördern heute im Nahen und Mittleren Osten Ordensleute, die sich ebenfalls dem christlich-muslimischen Dialog verpflichtet fühlen“, so Prälat Krämer. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass der Missbrauch von Religion zu Abgrenzung, Feindschaft und Gewalt führt“, sagte Krämer.

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