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WHO-Mitarbeiter des sexuellen Kindesmissbrauchs verdächtigt

Pater Shay Cullen mit Schutzengel im Kampf gegen Kinderprostitution

Ein WHO-Mitarbeiter soll jahrelang Kinder auf den Philippinen sexuell missbraucht haben. Der missio-Projektpartner Pater Shay Cullen kritisiert, dass der Verdächtige nur angeklagt werden könne, wenn die WHO die diplomatische Immunität des mutmaßlichen pädosexellen Täter aufheben wird. Hier sein Bericht aus den Philippinen.

22. Mai 2009

Andrew war ein zartes, unterernährtes, zwölfjähriges Kind, als Willy, ein 21-jähriger Zuhälter, am 8. Mai 2008 zu ihm sagte, „Doktor Daddy“ sei „da“ und warte auf ihn. Andrew wusste, was er nun zu tun hatte. Per Bus fuhr er mit Willy zu einem Treffpunkt, lief zu einem dort parkenden, silbernen Mazda mit stark getönten Scheiben, und stieg ein.

Nach kurzer Fahrt parkten sie in der Tiefgarage von Amorsolo (was übersetzt „Nur eine Liebe“ heißt), und der „Doktor“ – ein Beamter der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) – begann sein nächtliches Ritual: den kleinen Jungen sexuell zu missbrauchen. Es war nicht das erste Mal, dass er Andrew missbrauchte, sondern eines von vielen Malen. Willy, sein getreuer Zuhälter, hat ausgesagt, dass „Doktor Daddy“ in den vergangenen sieben Jahren des Nachts regelmäßig Intimkontakt mit Jungen zwischen elf und fünfzehn Jahren gepflegt habe. Rund fünf US-$ habe er den Jungen dafür gegeben.

Zur Verhaftung des 47-jährigen Verdächtigen aus Sydney kam es durch einen Hinweis der TV-Recherchetruppe GMA7 Imbestigador. Das Fernsehteam hatte gerade eine Dokumentation über Kindesmissbrauch gedreht, einige Sequenzen davon im Preda-Kinderschutzzentrum wenige Tage zuvor. Am 9. Mai 2009 hat Imbestigador ein Interview mit dem Verfasser dieses Artikels ausgestrahlt.

Die Informationen der TV-Ermittler riefen die Verantwortlichen der Frauen- und Kinderschutz-Sektion innerhalb der Kriminalfallermittlungs- und –aufdeckungsgruppe (CIDG-WCPD) auf den Plan. Diese folgten dem Auto des Verdächtigen bis in die Tiefgarage. Dort öffneten sie die Autotüren und fanden neben dem Verdächtigen einen halbnackten Jungen vor. Der Zuhälter saß auf dem Rücksitz.

Fünf weitere Kinder aus demselben Bezirk von Pasay City haben „Doktor Daddy“ als die Person identifiziert, von der sie missbraucht worden sind. Oberkommissarin Theresa Ann Cid, Leiterin von CIDG-WCPD, möchte vor dem Staatsanwalt Anklage erheben. Der Fall bringt die WHO in ein schweres Dilemma. Sie setzt sich voll und ganz für den Schutz von Kindern ein und verurteilt den sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Tatverdächtige aber genießt die diplomatische Immunität der UN WHO. Solange die WHO diese Immunität nicht aufhebt, kann der Tatverdächtige nicht angeklagt werden. Wird sich die WHO jedoch für so einen Schritt entscheiden?

Pater Shay Cullen arbeitet seit rund 10 Jahren mit missio im Rahmen der Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution zusammen. In seinem Kinderschutzzentrum PREDA auf den Philippinen betreut er seelsorgisch und psychologisch Opfer sexueller Gewalt. Pater Shay Cullen brachte bereits mehrere Sextouristen vor Gericht, darunte auch jenen Täter, der das elfjährige philippinische Mädchen Pia Corvera missbrauchte.

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