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Partnerschaft ist keine Einbahnstraße

„Die Kirche in Afrika: im Dienst von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden“ war das Thema eines Studientages am Mittwoch, 6. Mai, an der Katholischen Akademie Trier. Anlass des Studientages, zu dem die Katholische Akademie in Zusammenarbeit mit dem internationalen katholischen Hilfswerks missio, der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier und dem Netzwerk Afrika Deutschland eingeladen hatte, ist die im Oktober dieses Jahres stattfindende 2. Bischofssynode für Afrika in Rom.

8. Mai 2009

Drei Wochen lang beraten dann afrikanische Bischöfe über die Themen Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden. Auch der Weltmissionssonntag im Oktober wird unter diesem Motto stattfinden. „Nach der Afrikareise des Papstes und der bevorstehenden Synode im Herbst ist dies der richtige Zeitpunkt, um mit Interessierten über Afrika ins Gespräch zu kommen“, sagte Werner Meyer zum Farwig von missio Aachen. Afrikaexperten zeigten den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedene Seiten des Kontinents und diskutierten über die Arbeit von missio.

Am Beispiel Nigeria, das exemplarisch für viele afrikanische Länder genauer untersucht wurde, skizzierte der ehemalige Generalsekretär der nigerianischen Bischofskonferenz, George Ehusani, die Situation der Kirche in Nigeria. Der Priester, der im Rahmen einer Europareise am Studientag teilnahm, machte klar, dass die europäische Kirche und die afrikanische Kirche wechselseitig voneinander lernen könnten. So sei die klerikale Ausrichtung in Europa, die Ausrichtung auf den Priester in Afrika nicht vorstellbar. „Die Gemeinden in Afrika sehen ihren Priester wegen der großen Entfernungen nur alle zwei Monate“, sagte Ehusani. Dies bedeute aber nicht, dass es kein Gemeindeleben gebe. „Katechisten übernehmen die Aufgabe der Verkündigung und regen mit anderen Laien dazu an, gemeinsam zu Gott zu beten“, berichtete der Geistliche. Ein solcher Weg, der Bau der Kirche auf Laien sei auch für Europa eine Alternative. „Obwohl wir momentan viele Berufungen haben, basiert die nigerianische Kirche auf Laien, sie sind es, die das Gemeindeleben ausmachen“, verdeutlichte Ehusani.

Toni Götz, missio-Länderreferent für Gambia, Sierra Leone und Nigeria, beschrieb die konkrete Projektarbeit von missio in Afrika. „Häufig stellt man die Frage, ob die Spenden nicht in der Verwaltung der Hilfswerke versickern. Das ist nicht der Fall“, verdeutlichte der Afrikaexperte. Nur acht Prozent des Haushalts würden für Werbung und Verwaltung verwandt. Dies sei nötig, um nachhaltig und sinnvoll Projekte zu unterstützen. Die Absprache unter den internationalen Hilfswerken und die durchdachte Förderung seien nur auf diesem Wege möglich. „Private Beziehungen und punktuelle Förderungen von Gemeinden erscheinen zwar zunächst als konkrete Hilfe, sind bei genauerem Hinschauen oft kontraproduktiv“, erläuterte Götz. Oft seien die Personen, die Kontakt nach Europa halten, aus besseren Schichten und reicheren Diözesen, so dass die Spenden meist nicht bei den Ärmsten ankämen. „Hilfe zur Selbsthilfe kann nur professionalisiert nachhaltig wirken“, unterstrich Götz. Marco Moerschbacher vom Missionswissenschaftlichen Institut Aachen diskutierte mit den Teilnehmern über die bevorstehende Afrikasynode. Ein Schwerpunkt seien die pastoralen Beziehungen und der Umgang mit der in Afrika vorherrschenden Vielfalt der Kirchen. „Wir können voneinander lernen, denn Austausch und Partnerschaft ist keine Einbahnstraße“, sagte Moerschbacher.

Quelle: Newsletter des Bistums Trier

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