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„Gegen die Versuchung zur Rache“

© Hartmut Schwarzbach / missio

Erzbischof Ignatius Kaigama aus Nigeria eröffnet in Paderborn die Schau „Glaubenszeugen. Eine Ausstellung“ des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio. Auch eine junge Novizin aus Papua-Neuguinea gehört zu den Glaubenszeugen.

„Mit dem Glauben sind alle Dinge möglich.“ Das hat Erzbischof Ignatius Kaigama aus Nigeria am Freitag, 28. September 2012, in Paderborn als erster Eintragender ins Begleitbuch zur Schau „Glaubenszeugen. Eine Ausstellung“ des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen geschrieben. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Nigeria, der in seinem Land mit einem ungeheuren Ausmaß an Gewalt konfrontiert ist, eröffnete die Ausstellung, die ein Beitrag von missio zum am 11. Oktober beginnenden „Jahr des Glaubens“ der katholischen Kirche ist. Erzbischof Kaigama ist selbst eine der insgesamt zwölf Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart, die in „Glaubenszeugen. Eine Ausstellung“ auf etwa mannshohen Leinwänden porträtiert sind. Die Ausstellung tourt anschließend durch mehrere verschiedene deutsche Bistümer.

Eröffnet wurde „Glaubenszeugen. Eine Ausstellung“ am Freitag (28.09.2012) im Rahmen der Eröffnung der bundesweiten Aktion des Monats der Weltmission von missio, bei der Papua-Neuguinea das Beispielland und das Erzbistum Paderborn Gastgeber der Eröffnung ist. Mit Erzbischof Kaigama haben sich Paderborns Erzbischof Hans-Josef Becker, missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer und Erzbischof em. Karl Hesse, früherer Vorsitzender der Bischofskonferenz von Papua Neuguinea, ins Begleitbuch für „Glaubenszeugen. Eine Ausstellung“ eingetragen. Der vollständige Eintrag von Erzbischof Ignatius Kaigama lautet: „Ein herzliches Dankeschön an missio für die Organisation dieses Glaubenszeugnisses. Mit dem Glauben sind alle Dinge möglich. Sogar angesichts der Gewalt in Nigeria können wir letztendlich mit dem Guten siegen und der Friede kann wie ein Fluss fließen, der Frieden und Fortschritt vereint,“ Ignatius Kaigama, Erzbischof von Jos, Nigeria.

Eindrucksvoll schilderte der nigerianische Erzbischof seinen Kampf gegen die scheinbar unerbittlich zunehmende Spirale der Gewalt in seinem von Armut und Korruption und internationaler Ausbeutung heimgesuchten Land und in Jos, einer Stadt im Landeszentrum, wo Kaigama seit 2000 Erzbischof ist. Immer wieder kam es dort in der Vergangenheit zu teilweise blutigen Konflikten zwischen Christen und Muslimen. Der katholische Erzbischof ließ und lässt sich davon nicht beirren, spürte und spürt eher den ethnischen und politischen Ursachen des nur vordergründig religiösen Konfliktes nach - und fand in dem Emir von Wasso einen angesehenen islamischen Religionsführer, der seine Überzeugungen teilte und mit ihm gemeinsam Frieden predigte.

Seit dem Tod des Emirs und dem immer brutaleren Vorgehen der Islamisten-Gruppe Boko Haram eskaliert die Situation in der Region, werden Christen scheinbar willkürlich und doch ganz offensichtlich Ziele von Anschlägen. Kirchen werden bombardiert, Gläubige bei Sonntagsgottesdiensten Opfer von Selbstmordattentaten. Erzbischof Kaigama eilt immer an den Ort der Anschläge - und bleibt weiterhin um Verständnis zwischen Christen und Muslimen bemüht. Nichts sei gefährlicher, so der Erzbischof bei der Eröffnung zur Ausstellung in Paderborn, als “der Versuchung zur Rache nachzugeben! Denn dann hat die andere, die radikale Seite gewonnen!” Kaigama richtete auch seinen Dank an missio, für tatkräftige Unterstützung “ohne Ihre die die Situation in Nigeria noch viel schlimmer wäre”.

Zwei für das Internationale Missionswerk missio wichtige Zeugen, die in der Ausstellung einen Platz einnehmen, sind der deutsche Arzt Heinrich Hahn (1800-1882) und die Französin Pauline Jaricot (1799-1862), die beide im 19. Jahrhundert die Grundlagen für eine internationale katholische Laienbewegung legten, denen sich missio verdankt.

Wesentlich ist auch der Bezug der Ausstellung zur Gegenwart: Es soll deutlich werden, wie überzeugendes Christsein auch in der Gegenwart in allen Teilen der Welt Menschen gewinnt. Dazu zählt etwa auch Bischof Wenceslao Padilla, seit 2003 erster katholische Bischof in der Mongolei, der in seiner Heimat am Bau einer noch kleinen, aber wirksamen Ortskirche mithilft; oder Diana Sefo aus Papua-Neuguinea, eine junge Novizin, die durch ein einschneidendes Erlebnis zu ihrer Berufung im Orden fand; oder die Sängerin Patricia Kelly, die durch eine Krankheit einen neuen spirituellen Weg entdeckte und seither - neben ihrer Musik - die Arbeit von Ordensleuten unterstützt, die beispielsweise in Afrika tätig sind. Mission in der Kirche hat vielfältige Gesichter - das macht die Ausstellung “Glaubenszeugen” deutlich.

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