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Von Gladbach nach Papua

missio-Präsident Prälat Klaus Krämer, Sr. Anna Damas, Hildegard Hermanns (missio-Spendenabteilung) © Manecke / missio

Die Steyler Missionsschwester Anna Damas zog 2006 von Mönchengladbach nach Papua-Neuguinea. Zurzeit besucht sie ihre alte Heimat, um von ihrer Arbeit in dem Inselstaat zu berichten.

Die Bilder aus Papua-Neuguinea zeigen ein Land von exotischer Schönheit. Männer und Frauen mit farbenfrohen Körperbemalungen führen Tänze auf, lachende Kinder spielen unter Palmen, leuchtend Blau schimmert das Meer rund um den Inselstaat in der Sonne. Aber die Idylle trügt. „Die Menschen in Papua-Neuguinea erleben zurzeit einen rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel“, sagt die Steyler Missionsschwester Sr. Anna Damas. „Das führt dazu, dass in Städten Slums wachsen. Jugendliche ohne Perspektive geben sich den Drogen hin und gerade in entlegenen Gebieten sterben immer noch Kinder, weil kein Arzt in der Nähe ist.“

Auf Einladung des Internationalen Katholischen Missionswerks missio besucht die Ordensfrau Mönchengladbach, um im Rahmen des Monats der Weltmission über ihre Arbeit zu berichten. Die Stadt ist ihr sehr vertraut. Bevor sie 2006 nach Papua-Neuguinea aufbrach, arbeitete sie acht Jahre in Mönchengladbach. Mit einer Matinee im Café Linol beginnt ihr viertägiger Besuch. Hier berichtet sie Unterstützern und Interessierten von ihrer Arbeit in dem Inselstaat.

Seit 2006 bildet die 46-jährige Ordensfrau im Bistum Madang Katechisten für die entlegenen Gebiete Papua-Neuguineas aus und arbeitet für die Bischofskonferenz im Bibelapostolat. Sie gibt Kurse, erstellt biblische Materialien und Arbeitshilfen. Bei ihrer Arbeit in den Gemeinden bewegt sie sich in zwei Welten. „Die Menschen sind sehr interessiert am Glauben und hungrig mehr über ihn zu erfahren“, erzählt sie. „Gleichzeitig ist für sie die Welt voller Geister, die in unserem europäischen Weltbild nicht mehr vorkommen.“ Auch der Einfluss des Familien-Clans ist wichtig. Während in Europa eine ich-Kultur bestehe, die die Individualität betone, herrsche in Papua-Neuguinea eine Du-Kultur, in der Stamm und Familie bestimmend seien, sagt Sr. Anna Damas.

In Neuguinea gehört der überwiegende Teil der Menschen einer christlichen Gemeinschaft an. Mit einem Anteil von 27 Prozent ist die katholische Kirche die größte des Landes mit 600 Inseln. „Ein Priester hat ein sehr großes Gebiet, für das er verantwortlich ist“, berichtet Sr. Anna Damas. Daher tun sich oft Dorfgemeinschaften zusammen, um zum Beispiel gemeinsam Gottesdienste zu feiern.

Bildung hilft vor Ort, die Situation zu verbessern. Frauenhäuser, Schulen und Gesundheitszentren entstehen. In vielen Projekten lernen die Menschen, mit den Anforderungen der modernen Zeit umzugehen. Unterstützt werden diese Projekte von missio. „Es ist immer wieder bewegend, zu spüren, wie das wirkt“, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident. „Eindrucksvoll ist, dass durch den Glauben auch die Wirklichkeit verändert wird. Wie er Kräfte freisetzt und sich vieles auch zum Guten entwickelt.“

Das findet auch Ursula Becher. „Ich halte es für wichtig, dass Menschen nicht nur leibliche, sondern auch geistige Nahrung bekommen“, sagt die 76-jährige Gladbacherin. Deshalb hat sie schon als Lehrerin zusammen mit ihren Klassen missio unterstützt. „Beeindruckend ist, dass die kleinen Dorfgemeinschaften treu glauben. Sie scheuen keinen Weg, davon können wir lernen“, sagt sie mit Blick auf die aktuelle Situation in vielen Gemeinden Mönchengladbachs.

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Linktipps:
Monat der Weltmission 2012
Sr. Anna Damas
Papua-Neuguinea

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