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Menschenrechtspreis Weimar ist „Symbol des Lebens“

© Maik Schuck / missio

Der Preisträger 2012 und ostkongolesische Erzbischof Francois-Xavier Maroy Rusengo stellt sich am Montagnachmittag, 10. Dezember 2012, den Fragen der Journalisten in Weimar. missio-Präsident Prälat Klaus Krämer würdigt den Mut des Preisträgers.

10. Dezember 2012

Als „Symbol des Lebens“ hat Erzbischof Francois-Xavier Maroy Rusengo aus dem krisengeschüttelten Osten der Demokratischen Republik Kongo den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar bezeichnet, den er am Montagabend, 10. Dezember 2012, auf Vorschlag von missio in Aachen in Weimar erhält. Dies sagte er am Nachmittag während einer Pressekonferenz, an der auch Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf, missio-Präsident Prälat Klaus Krämer und Christoph Victor, evangelischer Pfarrer und Vorsitzender des Vergabebeirates für den Preis, teilgenommen hatten.

„Der Preis motiviert mich, mich noch mehr für Frieden und ein friedliches Miteinander einzusetzen“, sagte Erzbischof Maroy weiter. Auch dass auf ihn in dem krisengeschüttelten Osten des Kongos schon ein Attentat verübt worden war, könne ihn nicht bremsen. „Jeder stirbt einmal, ob durch eine Kugel oder eine Krankheit.“ Von dem Preis erhofft sich der Oberhirte der Erzdiözese Bukavu weiter, dass dieser auch die Menschen in seiner Erzdiözese selbst stärkt und sie im Kampf gegen Gewalt, Krieg und ungerechte Rohstoffausbeutung in ihrer Heimat motiviert. „Ich hoffe, dass meine Stimme jetzt noch mehr Gehör finden wird“, so Erzbischof Maroy.

Prälat Klaus Krämer charakterisierte Erzbischof Maroy als einen geistlichen Führer, „der nahe bei den Menschen ist und die Dinge beim Namen nennt“. Wer sich für Frieden einsetze und dabei selbst in Lebensgefahr begebe, der sei vor allem eines: mutig. Diesen Mut unterstütze auch missio mit der Projektarbeit in der Erzdiözese von Erzbischof Maroy. Dabei ständen vor allem die kirchlichen Traumazentren im Erzbistum Bukavu und die pastorale Begleitung der von Gewalt erschütterten Menschen im Osten Kongos im Mittelpunkt.

Erzbischof Maroy engagiere sich in einem Land, das seit über 15 Jahren von Kriegen und Bürgerkriegen überzogen sei, würdigte der Weimarer Oberbürgermeister den neuen Menschenrechtspreisträger. Dieser mache insbesondere auf die Verbrechen aufmerksam, „die im Zusammenhang mit dem Abbau von Coltan stehen – also jenem Erz, das zu unserer Kommunikation und guten Unterhaltung willen in unseren Handys, iPhones oder Playstations eingebaut ist“. Um die Coltanminen im Osten des Kongos toben oft heftige Kämpfe zwischen unterschiedlichen militärischen Gruppen, weil mit dem illegalen Verkauf von Coltan viel Geld zu verdienen ist – missio Aachen und Erzbischof Maroy setzen sich für mehr Transparenz auf diesem Markt ein und dafür, dass Mobiltelefonkonzerne für „saubere Handys“ garantieren.

Diesen Faden nahm Pfarrer Christoph Victor auf. Die Jury des Weimarer Menschenrechtspreises habe Erzbischof Maroy auch deshalb aus 16 Bewerbern ausgewählt, weil dessen Engagement das Konsumverhalten der Menschen in Europa und Nordamerika infrage stelle. Denn am Anfang vieler Produktketten wie den Mobiltelefonen stehe „viel Leid und Trauer“ der Menschen, die einer ungerechten Rohstoffausbeutung hilflos ausgeliefert seien, so Victor.

Linktipp:
Wer Frieden predigt, lebt gefährlich - Menschenrechtspreis für Erzbischof Maroy

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