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„Weimar ehrt eine beeindruckende Persönlichkeit“

© Maik Schuck / missio

Erzbischof Maroy stiftet Menschenrechtspreis an die Opfer im Kongo

11. Dezember 2012

„Ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen und stifte diesen Preis an die Opfer der jüngsten Überfälle in Goma, bei denen zahlreiche Kinder ihre Eltern und Familien ihr Hab und Gut verloren haben“, sagte Erzbischof Francois-Xavier Maroy Rusengo als er den 18. Menschenrechtspreis der Stadt Weimar gestern in einer feierlichen Zeremonie entgegen nahm.

Aus 16 Vorschlägen für den diesjährigen Menschenrechtspreis der Stadt Weimar wurde Erzbischof Maroy ausgewählt. „Weimar ehrt eine beeindruckende Persönlichkeit, die jeden Tag aufs Neue mit Mut, Kraft und Gottvertrauen unter Einsatz ihres Lebens für die Ärmsten der Armen in seinem von Kriegen und Konflikten zerrütteten Heimatland Zeugnis gibt“, hob Professor Dr. Bernhard Vogel, früherer Ministerpräsident von Thüringen, in seiner Laudatio hervor.

Maroy, der vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen nominiert wurde, hat mit Unterstützung von missio Trauma-Zentren für die notleidenden Menschen im Kongo aufgebaut. „Wer Erzbischof Maroy kennt, der sieht sich einem Mann gegenüber, dessen Wesen und Erscheinung geprägt ist von Zurückhaltung, von Bescheidenheit und Bodenständigkeit. Was man nicht verwechseln darf mit Distanziertheit, Scheu oder gar Teilnahmslosigkeit“, betonte Vogel. „Denn ganz im Gegenteil: Erzbischof Maroy ist den Menschen und ihren Problemen, Sorgen und Ängsten zugewandt. Er kämpft für sie und für die Bewältigung ihrer Nöte“, so Vogel weiter.

Bei den Konflikten im Kongo geht es vor allem um wertvolle Rohstoffe wie Coltan, das bei der Herstellung von Handys benötigt wird. Die Rebellen erobern gezielt Gebiete, in denen Coltan zu finden ist. Dabei vergewaltigen, morden und plündern sie, um die Menschen von ihrem Land zu vertreiben. Dr. Christoph Victor, Vorsitzender des Vergabebeirates Menschenrechtspreis, mahnte, sich gerade jetzt in der Zeit des Weihnachtskonsums zu erinnern, wie die Rohstoffe der begehrten elektronischen Produkte gewonnen werden, wie sie gehandelt und verkauft werden, „denn wir stehen am Ende einer Handels- und Produktionskette, an deren Anfang Ausbeutung, Gewalt, sexueller Missbrauch und Mord Alltag ist“, so Victor.

„Eines Tages, diese Hoffnung dürfen wir niemals aufgeben, wird Ihre Arbeit Früchte tragen, wird die Demokratische Republik Kongo ein Land des Friedens und der Gültigkeit der Menschenrechte für all seine Bewohner werden“, schloss Vogel seine Laudatio.

Linktipp:
Wer Frieden predigt, lebt gefährlich - Menschenrechtspreis für Erzbischof Maroy

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