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Internationales Symposium in Tübingen

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen veranstaltet vom heutigen Donnerstag, 17. Januar, bis kommenden Sonntag, 20. Januar, gemeinsam mit Adveniat und der Universität Tübingen den Kongress „In der Welt von heute? Kirche unterwegs in christlichen Basisgemeinden / Kleinen Christlichen Gemeinschaften“. Warum für Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, das Thema ein Schwerpunkt der Arbeit des pastoralen Hilfswerkes ist - vier Fragen und Antworten.

17. Januar 2013

Prälat Krämer, Sie haben auf Ihren Reisen nach Asien und Afrika viele verschiedene Kleine Christliche Gemeinschaften kennengelernt. Welche Unterschiede gibt es von Land zu Land?

Das Leben in den Kleinen Christlichen Gemeinschaften ist sehr stark vom jeweiligen nationalen und kulturellen Kontext geprägt. Mentalitäten spielen eine große Rolle. Während die Kleinen Christlichen Gemeinschaften in Afrika sich sehr stark am Modell des Clan orientieren, ist das Leben in den Kleinen Christlichen Gemeinschaften Asiens meditativer geprägt. Doch manchmal gibt es auch innerhalb eines Landes mitunter deutliche Unterschiede. Während in den meisten Kleinen Christlichen Gemeinschaften Indiens beispielsweise nur Christen zusammenkommen, gibt es auf dem indischen Subkontinent andere Gemeinschaften, die sich bewusst auch für Hindus und Buddhisten geöffnet haben.

Welche Begegnung ist Ihnen im Zusammenhang mit Kleinen Christlichen Gemeinschaften ganz besonders in Erinnerung geblieben?

Im April 2009 hatte ich die Gelegenheit, mit einer Delegation der Deutschen Bischofskonferenz nach Südkorea zu reisen, um dort den pastoralen Ansatz der Kleinen Christlichen Gemeinschaft in dem asiatischen Land kennenzulernen. Beeindruckend fand ich, mit welchem Selbstverständnis uns Christen in den Diözesen Suwon und Jeju begegneten. Sie sagten: „Unsere Sendung sehen wir darin, die erkalteten Glaubenden wieder zu erwärmen (…). Wir wollen missionarisch sein, auf die Menschen in unserem Wohnumfeld zugehen, Beziehungen knüpfen und helfen, wo wir gebraucht sind.“

Haben Sie Gemeinschaften getroffen, in denen diese partizipative Form von Kirche besonders erfolgreich praktiziert wird? Welche Erfolgsgeschichten haben Sie erlebt?

Insgesamt kann man weltweit von einer Erfolgsgeschichte der Kleinen Christlichen Gemeinschaften sprechen. Allein in Asien geht man davon aus, dass in den vergangenen 20 Jahren über 300.000 lebendige kirchliche Basisgruppen entstanden sind. Beeindruckt hat mich, was eine junge Christin aus Sri Lanka formulierte, nachdem sie den Weg zu einer Kleinen Christlichen Gemeinschaft gefunden hatte: „Früher waren es ausschließlich die Priester, von denen die Kirche geprägt wurde. In den Kleinen Christlichen Gemeinschaften haben wir eine neue Art kennengelernt, Kirche zu sein. Wir alle gehören zur Kirche. Wenn wir uns aktiv einbringen, geben wir der Kirche ein neues, junges Gesicht.“

Welche konkreten Aspekte des basisgemeinschaftlichen Modells können für das Gemeindeleben in Deutschland übernommen werden?

Ich glaube, dass wir auch in Deutschland prüfen sollten, mit welchen für unseren Kontext notwendigen Veränderungen die Kleinen Christlichen Gemeinschaften ein Modell darstellen, um in Deutschland auf zukunftsfähige Weise Kirche zu sein. Wichtig erscheint mir, dass die Kleinen Christlichen Gemeinschaften eine Möglichkeit darstellen, als Kirche vor Ort präsent zu sein. In ihnen realisiert sich die Communio-Struktur der Kirche. Darüber hinaus steht das Wort Gottes in beeindruckender Weise im Mittelpunkt des Lebens der Kleinen Christlichen Gemeinschaften. Die persönliche Begegnung mit Jesus Christus ist das Zentrum, von dem die Sendung der Kleinen Christlichen Gemeinschaften ausgeht. Ich bin mir sicher, dass gerade die Christus- bzw. Bibelzentrierung sowie der Sendungscharakter der Kirche auch für die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Ortskirche von entscheidender Bedeutung sind.

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