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missio Aachen warnt vor Benachteiligung der Christen bei Wahlen in Pakistan

Menschenrechtsaktivist Peter Jacob

Pakistanischer Menschenrechtsaktivist bittet internationale Gemeinschaft um Solidarität im Kampf gegen Extremisten: Es darf kein „zweites Syrien“ entstehen.

9. Mai 2013

Vor einer Benachteiligung von Christen bei den kommenden Parlamentswahlen in Pakistan am Samstag, 11. Mai 2013, hat der katholische Menschenrechtsaktivist Peter Jacob am Donnerstag, 9. Mai, gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen gewarnt. Dies ließen zumindest die Vorschlagslisten an die Wahlkommission für die zehn Parlamentssitze im nationalen Parlament und 23 Sitze in den Provinzvertretungen befürchten, die für die Minoritäten im Land reserviert seien, so Jacob. „In der kommenden Legislaturperiode zwischen 2013 und 2018 wird es weniger Christen in den Parlamenten geben.“ Voraussichtlich seien von den Minderheiten die Hindu-Vertreter nach den Wahlen am stärksten repräsentiert. Das werde jedoch nicht ohne Einfluss auf die Beziehungen der religiösen Minderheiten in Pakistan untereinander bleiben, meinte Jacob weiter. 96 Prozent der Bevölkerung in Pakistan sind Muslime, zwei Prozent Hindu und 1,7 Prozent Christen. In Pakistan leben etwas mehr als eine Million Katholiken. Das sind etwa 0,65 Prozent der Bevölkerung.

„Der Missbrauch der Blasphemiegesetze und das Problem der erzwungenen Konversion zum Islam belastet die Christen in Pakistan weiter, auch wenn die Zahl der neuen Anklagen deutlich zurückgeht“, ergänzte Johannes Seibel, der Pressesprecher von missio Aachen. „Hier darf der Druck der internationalen Gemeinschaft auf Pakistan nicht nachlassen, diese Gesetze abzuschaffen.“ Nach dem Hilfswerk vorliegenden Zahlen wurden im vergangenen Jahr 2012 zwölf Christen, 22 Muslime und 5 Ahmadis wegen angeblicher Gotteslästerung angeklagt. Ein Jahr zuvor waren es noch insgesamt 79 Anklagen. „Wenn hier missio Aachen sich für die Abschaffung dieser Gesetze einsetzt, dann hat das eben auch den Grund darin, dass Religionsfreiheit für alle, Christen wie Muslime wie Angehörige anderer Religionen gleichermaßen gelten muss“, so Seibel weiter.

Peter Jacob bat gegenüber missio die Internationale Gemeinschaft eindringlich darum, den Terror der Thaeek-e-Taliban (TTP) in Pakistan während des Wahlkampfs nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Vor allem liberale und demokratische Parteien seien das Ziel der Anschläge mit Verletzten und Toten. „Das kann die Bürger entmutigen, an den Wahlen teilzunehmen und zu einem Erfolg der extremistischen Parteien führen“, so Jacob weiter. Dieses Ziel dürften die Islamisten nicht erreichen. „Die Welt kann es sich nicht leisten, sich zurückzulehnen und eine Situation wie in Syrien entstehen zu lassen“, sagte Jacob gegenüber missio Aachen.

Linktipp:
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