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Wahl in Pakistan ist „klare Absage an religiösen Extremismus“

missio-Menschenrechtsreferent Dr. Christoph Marcinkowski

Christoph Marcinkowski, missio-Menschenrechtsreferent, sieht auch viele Christen unter den Wählern des voraussichtlichen Koalitionsjuniorpartners „Pakistanische Bewegung für Gerechtigkeit“ – Vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung Zeichen gegen Gewalt

13. Mai 2013

„Mit fast 60 Prozent ist die Beteiligung trotz Terrordrohungen und einigen Anschlägen vergleichsweise hoch ausgefallen, was man durchaus als Ausdruck des Willens des überwältigenden Teils der Bevölkerung zum Wandel hin zu einem demokratischen Gemeinwesen, das auch wirtschaftlich einen großen Nachholbedarf hat, sowie als eine klare Absage an religiösen Extremismus ansehen kann.“ So ordnet Dr. Christoph Marcinkowski (Foto), Menschenrechtsreferent des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, am Montag, 13. Mai 2013, das Ergebnis der Parlamentswahlen in Pakistan am vergangenen Wochenende ein. Man könne „vorsichtig optimistisch“ für die Zukunft des Landes auch aus dem Grund sein, weil die Wahlen zwar örtlich, aber nicht landesweit von Gewalttaten überschatten worden seien, die Bürger sich davon aber nicht vom Gang zur Urne hätten abhalten lassen.

Für die bis dahin regierende Pakistan Peoples Party (PPP) seien die Wahlen eine schallende Ohrfeige des Wählers, der sich von einem Wechsel wohl vor allem ein Ende des wirtschaftlichen Niedergangs der Atommacht verspreche. Der Wahlsieger, die Pakistan Muslim League (N) (PML-N), geführt vom früheren Premierminister Nawaz Sharif, gelte als die größte konservative politische Kraft und bis zu den Wahlen als die zweitstärkste politische Partei im Lande. Ihr Machtzentrum liege im Zentrum der Punjab-Provinz. Sie sei eine mitte-rechts positionierte und eher marktliberale Partei.

Der wahrscheinliche neue Premierminister Nawaz Sharif von der PML-N werde voraussichtlich eine Koalition mit der Partei Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI), der Pakistanischen Bewegung für Gerechtigkeit, des früheren Kricketstarts Imran Khan eingehen müssen. „Für einen demokratischen und vor allem wirtschaftlichen Neuaufbaus Pakistans kann das von Vorteil sein“, sagte der Politik- und Islamwissenschaftler Marcinkowski. So hätten auch ein größerer Teil der rund 1,2 Millionen Christen im Land diese Partei gewählt. Die PTI sei die derzeit am schnellsten wachsende politische Partei Pakistans, was auf die Unzufriedenheit von großen Teilen der Bevölkerung mit den bisher etablierten Parteien – auch der von Nawaz Sharif - zurückzuführen sei.

Linktipp:
Pressemitteilung (09.05.2013) zur Parlamentswahl in Pakistan
Länderübersicht Pakistan

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