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Aktion gegen Bluthandys im Kongo

Mai 2013: Jörg Nowak (missio), Fr Justin (Justitia et Pax, DR Kongo), Major Pascal (DR Kongo) © Harald Oppitz / missio

Kampagne in der Demokratischen Republik Kongo: Justitia et Pax und missio appellieren an Apple, Samsung, Nokia und Blackberry

27. Mai 2013

In der Demokratischen Republik Kongo haben die Menschenrechtsinitiative „Justitia et Pax“ und das katholische Hilfswerk missio eine Kampagne gegen Blutmineralien und für saubere Handys gestartet. „Im Osten des Kongos wüten seit Jahren blutige Konflikte, bei denen es unter anderem um die reichen Bodenschätze geht“, erklärt missio-Mitarbeiter Jörg Nowak, der sich in den vergangenen Tagen im Kongo aufgehalten hat. „Die Rebellen erobern gezielt die Gold- sowie Coltan-Minen. Coltan wird für die Herstellung von Mobiltelefonen benötigt. Durch illegale Verkäufe finanzieren bewaffneten Gruppen ihren Krieg, der wegen brutaler Massenvergewaltigungen berüchtigt ist“, kritisiert Jörg Nowak.

Koordiniert wird die Kampagne im Kongo von dem Direktor von Justitia et Pax, dem katholischen Priester Justin Nkunzi. „Mit der Aktion gegen Blutmineralien setzen wir uns dafür ein, dass die Menschen im Kongo von den Bodenschätzen profitieren und nicht die Kriegstreiber.“ Während missio in Deutschland mit einer Unterschriftenaktion an die Hersteller von Handys appelliert, kein blutiges Coltan zu verwenden, konzentriert sich die Kampagne im Kongo auf Politiker, Militärs, Minenarbeiter und die Bevölkerung. „Wir wissen, unser Land leidet seit Jahren unter dem Konflikt im Osten. Mit schnellen Resultaten werden wir bei der Aktion nicht rechnen können, aber Schritt für Schritt werden sich positive Veränderungen abzeichnen“, glaubt Justin Nkunzi. Zurzeit führt er Gespräche mit einem Vertreter der Regierungsarmee über den Krieg um das Coltan. Die Regierungstruppen hatten in den vergangenen Monaten Rückschläge im Kampf gegen die Rebellen erlitten. Gleichzeitig wird einzelnen Soldaten vorgeworfen worden, in illegale Coltangeschäfte verwickelt und auch an Vergewaltigungen beteiligt zu sein. Der in der ostkongolesischen Millionenstadt Bukavu stationierte Major Pascal Kulimushi begrüßte die Kampagne und sagte Justitia et Pax zu, dass Vergehen von Regierungssoldaten konsequent bestraft würden. „Wenn ein Soldat wegen Vergewaltigung überführt wird, wird er zu 20 Jahren Haft verurteilt.“

Justitia et Pax und missio haben in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, Vergewaltigungen würden im Kongo als Kriegswaffe eingesetzt. Mit Spenden aus Deutschland hilft missio in Trauma-Zentren den Opfern des Krieges im Kongo. Die Online-Unterschriften-Aktion für saubere Handys kann unter www.missio-hilft.de/handy unterzeichnet werden. Auf der Website gibt es weitere Informationen zum Thema Kongo sowie zu Hilfsprojekten.

Linktipp:
Unterschriftenaktion für saubere Handys an die Hersteller von Handys
Länderübersicht DR Kongo

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