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missio ruft die pakistanische Regierung zu Gerechtigkeit im Fall von Asia Bibi auf

missio-Präsident Prälat Klaus Krämer appelliert an die pakistanische Regierung Gerechtigkeit im Fall der wegen Blasphemie angeklagten Christin Asia Bibi walten zu lassen. Die Bitte richtet sich auch an die deutsche Regierung sich noch stärker für die Einhaltung der Menschenrechte in Pakistan einzusetzen. Am 19. Juni 2009, vor genau vier Jahren, wurde Asia Bibi verhaftet, weil sie sich weigerte ihren christlichen Glauben vor muslimischen Dorffrauen abzuschwören.

17. Juni 2013

Asia Bibi, Mutter vierer Kinder, wurde im Juni 2009 wegen des Vorwurfs der Beleidigung Mohammeds und des Islams verhaftet. Seitdem befindet sie sich im Gefängnis. Im Oktober 2010 wurde sie zum Tode verurteilt. In Einzelhaft wartet sie unter menschenunwürdigen Haftbedingungen auf die Berufungsverhandlung.

Der Fall Asia Bibi zog aufgrund der umstrittenen Verhaftung die Aufmerksamkeit vieler ausländischer Medien auf sich. Zwei hochrangige Regierungsfunktionäre, Gouverneur Salman Taseer und Minister Shebaz Bhatti, die sich für Asia Bibi öffentlich einsetzten, wurden 2011 von Extremisten umgebracht.

„Die Extremisten glauben, dass jeder, der einen Gotteslästerer verteidigt, gegen den Propheten Mohammed handelt, gleichermaßen schuldig ist und hingerichtet werden muss“, beklagt Menschenrechtsaktivist Peter Jacob von Pax Christi International in Pakistan.

In den letzten Jahren sind mindestens 1.253 Personen Opfer der Blasphemie-Gesetze geworden, darunter 608 Muslime, 457 Ahmadis, 160 Christen, 28 Hindus und weitere Religionsangehörige. Seit 1991 wurden mindestens 51 Personen wegen Blasphemie-Anschuldigungen hingerichtet oder von Extremisten ermordet.

Religiöse Minderheiten leben in Pakistan aufgrund der oft missbrauchten Blasphemie-Gesetze und ungerechtfertigten Beschuldigungen in andauernder Angst.

In einer Studie des Internationalen Katholischen Missionswerks missio „Blasphemie – Vorwürfe und Missbrauch. Die pakistanischen Blasphemie-Gesetze und ihre Folgen“ wird, wie auch im Fall von Asia Bibi deutlich, dass die Gesetzestexte in Pakistan oft wage und doppeldeutig formuliert sind, so dass nicht klar ist, was beispielsweise mit einem vermeintlichen Tatbestand wie „Beleidigung“ gemeint ist.

Linktipps:
Länderübersicht Pakistan
Menschenrechtsstudie "Blasphemie - Vorwürfe und Missbrauch"

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