Subnavigation und Schnelleinstieg

» Kollektenaufruf und -termine » Reportage » Afrikatag 2017 » Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2017

Ihr Kontakt zu missio

Unsere Servicezeiten ,
Mo.-Do. 8-17 Uhr Fr. 8-13 Uhr

Goethestr. 43 , 52064 Aachen

Tel.:
0800 / 38 38 393
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit. Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

arrow Alles wie gehabt? arrow

Von Piet Rejer

Die Schreckensmeldungen über HIV/AIDS in Afrika, insbesondere Subsahara-Afrika sind weitläufig bekannt. Die dramatischen Statistiken führen dem Leser die Tragödie vor Augen. Angesichts der unvorstellbaren Ausmaße dieser Epidemie, insbesondere im südlichen Afrika – und dies seit vielen Jahren – treten die positiven Nachrichten in den Hintergrund, so als ob sich bezüglich HIV/AIDS in Afrika nichts oder nur wenig geändert hätte. Dr. Piet Reijer zieht im folgenden Beitrag eine Bilanz der Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre. Dabei wird deutlich, dass sich viele Aspekte im Kontext dieser Epidemie positiv entwickelt haben, dass errungene Fortschritte im Kampf gegen HIV/AIDS nun jedoch Gefahr laufen, aufgrund der weltweiten Finanzkrise und des nachlassenden Engagements so mancher Regierung zunichte gemacht zu werden.

HIV/AIDS in Subsahara-Afrika

Millionen von Menschen benötigen dringend anti-retrovirale Medikamente, doch die Finanzhilfen des Westens gehen zurück. © F. Stark / missio

Subsahara-Afrika ist die Heimat von schätzungsweise 22,5 Millionen Menschen, die mit dem Humanen-Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert sind, dem Virus also, der AIDS verursacht. Diese Zahl entspricht etwa zwei Drittel aller HIV-Infizierten weltweit, obwohl in diesem Teil derWelt nur etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung lebt. Die Zahl der mit HIV infizierten Personen weltweit und in Subsahara-Afrika ist weiterhin am steigen, wenn auch nicht so schnell wie in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Schaut man sich die epidemiologischen Daten an, sieht es so aus, als ob die HIV Epidemie so weiter geht wie zuvor: »Alles wie gehabt«. Ein näherer Blick auf die epidemiologischen Daten jedoch zeigt, dass sich die Epidemie verändert, in manchen Ländern mehr als in anderen, insgesamt gesehen gibt es jedoch deutliche Veränderungen. Seit 2001/2002 haben einige erfreuliche Entwicklungen stattgefunden, die im Laufe der Zeit zu einer Stabilisierung der Zahl der Infizierten führt und schließlich zu einer Verringerung.

Die beiden folgenden Grafiken zeigen, dass sich die Zahl der infizierten Menschen weltweit und in Subsahara-Afrika einpendelt.

Die zweite Grafik veranschaulicht, dass sich die Zahl der Menschen, die mit HIV infiziert sind, nur geringfügig in den vergangenen Jahren erhöht hat. Andererseits hat sich die Prävalenzrate von HIV-Infektionen bei Erwachsenen (15 – 49 Jahre) verkleinert (Grafik 3).

Eine Steigerung der Gesamtzahl der infizierten Personen und zur gleichen Zeit eine Reduzierung der Prävalenzrate ist nur möglich, wenn die Gesamtbevölkerung gewachsen ist. Und dies hat in der Tat mit jährlich etwa 1,5–3 Prozent, je nach Land, stattgefunden. Dies bedeutet: obwohl die Gesamtzahl der HIV infizierten Personen gestiegen ist, verringerte sich die Zahl der Infizierten auf 1.000 Einwohner der Gesamtbevölkerung gesehen.

Grafik 1: Die Zahl der HIV-Infizierten weltweit.
Grafik 1: Die Zahl der HIV-Infizierten weltweit. © Epidemic update estimates graphics - UNAIDS / WHO 2007
Grafik 2: Die Zahl der Infizierten in Subsahra-Afrika.
Grafik 2: Die Zahl der Infizierten in Subsahara-Afrika. © Epidemic update estimates graphics - UNAIDS / WHO 2007
Grafik 3: Die Prävalenzrate von Erwachsenen in Subsahara-Afrika.
Grafik 3: Die Prävalenzrate von Erwachsenen in Subsahara-Afrika. © Epidemic update estimates graphics - UNAIDS / WHO 2007
Grafik 4: Zahl der Neuinfektionen in Subsahara-Afrika.
Grafik 4: Zahl der Neuinfektionen in Subsahara-Afrika. © Epidemic update estimates graphics - UNAIDS / WHO 2007

Eine erhöhte Lebenserwartung

Die Zahl der Neuinfektionen mit HIV in Subsahara-Afrika, so scheint es, geht seit zehn Jahren deutlich zurück.

Grafik 4 zeigt, dass sich in Subsahara-Afrika im Jahr 1997 fast eine Million Menschen mehr mit HIV infiziert hatten als in 2007 und dass jedes Jahr die Zahl der Neuinfektionen sank. Wenn die Zahl der Neuinfektionen reduziert wird (Grafik 4) und zur gleichen Zeit die Gesamtzahl der infizierten Personen steigt (Grafik 2), dann muss die Schlussfolgerung lauten, dass die Zahl derjenigen, die an HIV/AIDS sterben ebenso reduziert wird, das heißt die Menschen mit HIV leben länger mit dieser Krankheit als in der Vergangenheit. Ihre Lebenserwartung hat sich erhöht.

Diese erhöhte Lebenserwartung ist das Ergebnis einer besseren und verbesserten Gesundheitsversorgung für Menschen, die mit dem HI-Virus leben. Bereits 1995 wurde die hochaktive anti-retrovirale Therapie (HAART – Highly Active Anti-Retroviral Therapy) in Nordamerika und Westeuropa eingeführt. HAART besteht aus einer Kombination von mindestens drei antiretroviralenMedikamenten. Die Einführung veränderte unverzüglich das Ergebnis für HIV-infizierte Personen, und die Zahl der Menschen, die an AIDS sterben, fiel innerhalb von wenigen Jahren um 75 Prozent. Es schien, als ob die HIV-Infektion sich von einer tödlichen Krankheit hin zu einer handhabbaren chronischen Erkrankung veränderte, auch wenn die Behandlung eine Vielzahl von Nebeneffekten nach sich zieht, wovon einige als starke Behinderung anzusehen sind.

Die Pharmaindustrie Indiens als Lebensretter

Die großflächige Einführung von HAART in Afrika und Asien war über viele Jahre nicht möglich, einfach aus dem Grunde, weil die Kosten zu hoch waren. Im Jahr 2000 lag der Preis für die preiswerteste Kombination von drei Medikamenten bei über 10.000 $ pro Patient pro Jahr. Nur in Brasilien waren die Preise niedriger, da die brasilianische Regierung bereits seit 1996 mit der pharmazeutischen Industrie eine Vereinbarung für die lokale Produktion dieser Medikamente getroffen hatte. Die indische pharmazeutische Industrie sorgte für einen großenWandel, indem sie begann, Kopien der teuren Medikamente (so genannte Generika) für einen Preis, der 30-mal niedriger lag als die ursprünglichen Hersteller für 2001 verlangten, herzustellen. Das indische Gesetz erlaubte die Herstellung von Generika, während es in anderen Ländern verboten war. Innerhalb von wenigen Monaten sank der Preis für eine einjährige Behandlung von über 10.000 $ auf etwa 300 $. Heute sind die Medikamentenkombinationen für weniger als 100 $ zu erhalten.

In 2001 und 2002, nach dem massiven Preisrückgang, waren die Medikamente auf einmal für ärmere Länder zum Beispiel in Subsahara-Afrika erreichbar geworden. Die Einführung war zunächst stark diskutiert worden, da einige Leute der Meinung waren, dass die Infrastruktur des Gesundheitswesens nur unzureichend entwickelt sei, um den Gebrauch dieser komplizierten Therapie zu kontrollieren; andere dachten, dass die afrikanische Bevölkerung nicht fähig sei, sich an die strikten Regeln zur Verabreichung der Therapie zu halten. Gleichwohl gab es ein Problem, dem alle zustimmten: Wer wird die Rechnung zahlen? Obwohl die Preise stark gesunken waren, würde die großflächige Einführung eine Menge Geld kosten. Ereignisse reihen sich häufig schnell aneinander: Während der Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNGASS) im Jahr 2001 forderte der UN-Generalsekretär einen gesonderten Fonds, der Geldmittel bereitstellen sollte für den Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria. Diese unabhängige Stiftung (»The Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria« – häufig nur »Global Fund« genannt) hat seit 2002 Milliarden von Dollar von Regierungen, Organisationen und Unternehmen gesammelt, um Behandlungsprogramme zu finanzieren. Zusätzlich begannen einige Regierungen, afrikanische Länder direkt zu unterstützen. So ist HAART seit 2002/2003 zu einer Realität für viele Menschen in Subsahara-Afrika geworden.

Ende 2003 hatten etwa 100.000 Menschen im Afrika südlich der Sahara Zugang zu HAART, Ende 2007 waren es bereits über zwei Millionen, bis Ende 2008 ist diese Zahl auf etwa drei Millionen gestiegen.

INFO-TIPP

Im Rahmen der Schutzengelaktion „AIDS und Kinder“ hat missio, unterstützt vom AIDS-Office der südafrikanischen Bischofskonferenz und in Zusammenarbeit mit dem Missionsärztlichen Institut in Würzburg, eine Pharmakampagne gestartet, die vor allem zwei Forderungen an die deutsche Pharmaindustrie stellt:

1. Die Entwicklung von geeigneten AIDS-Tests für Kinder.

2. Die Verbesserung der HIV/AIDS-Therapie für Kinder, d. h. die Entwicklung kindgerechter Darreichungsformen dieser lebensnotwendigen Medikamente.

Ausführliche Informationen zum Inhalt dieser Kampagne und zum Stand der Gespräche mit der Pharmaindustrie finden Sie hier.

Wo bleiben die Kinder?

Die große Mehrheit von Menschen, die HAART bekommen, reagieren gut auf die Behandlung, das heißt sie nehmen an Gewicht zu, ihr Immunsystem wird wieder aufgerichtet und sie können mehr oder weniger leben wie Nicht-Infizierte. Das heißt, sie können am normalen Alltagsleben wieder teilnehmen, sie sind wieder fähig, einer Arbeit nachzugehen und ihre Familien zu unterstützen. Kinder können ihre Schulausbildung beenden und weiter mit ihren Eltern zusammenleben. Sie sind nicht länger dazu verurteilt, zu Waisen zu werden.

Jedoch ist die Realität nicht so positiv, wie es sich im vorigen Abschnitt anhört. Obwohl nahezu drei Millionen Menschen diese lebensrettende Therapie erhalten, brauchen mindestens ebenso viele Menschen dringend diese Medikamente. Ohne diese Medikamente werden sie innerhalb von wenigen Monaten sterben. Der Therapiebedarf wird kontinuierlich in den nächsten Jahren steigen, da mehr und mehr Menschen auf diese angewiesen sein werden. Hinzu kommt, dass der Zugang zu dieser wichtigen Therapie nicht gleichmäßig in der Region verteilt ist. Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. Der Zugang in Namibia oder Botswana ist beispielsweise wesentlich besser als in Nigeria. Zudem gibt es große Unterschiede innerhalb der Länder selbst. Der Zugang in städtischen Regionen ist fast immer besser als in ländlichen Gebieten. Und in Konfliktregionen ist der Zugang noch schlechter möglich. Ein weiterer Aspekt, der Sorgen bereitet, ist die geringe Zahl von Kindern, die diese Therapie erhalten. Die Zahl ist am steigen, aber nicht so stark wie die Zahl der Erwachsenen, die einen Zugang erhalten. Einer der Gründe liegt darin, dass die pharmazeutische Industrie nicht in der Lage (oder nicht willig?) ist, kindgerechte Darreichungsformen herzustellen. Es ist erneut die indische pharmazeutische Industrie, die auch in diesem Bereich für Fortschritte gesorgt hat, jedoch haben die multinationalen Konzerne in der industrialisierten Welt diesbezüglich sehr wenig unternommen. HIV bei Kindern ist kein Thema in der industrialisierten Welt und die Entwicklung und Herstellung von Medikamenten für eine einzelne Gruppe von Menschen, die keine hohen Preise bezahlen können, ist einfach kein gutes Geschäftskonzept.

Es ist wohl deutlich geworden, dass HIV in Subsahara-Afrika seit 2000 nicht einfach unter dem Motto »Alles wie gehabt« gesehen werden kann. Es gibt eine deutliche Reduzierung von Neuinfektionen, und es gibt eine rapide wachsende Zahl von Menschen, die nun Zugang zur lebenswichtigen Therapie haben. Wenn diese Entwicklungen, insbesondere die weitere Reduzierung der Neuinfektionen, in den kommenden Jahren verstärkt werden, können wir in ein paar Jahren vor der Situation stehen, dass wir klar sagen können, dass die Epidemie »unter Kontrolle« ist. Allerdings sind bis dahin noch einige Hürden, sowohl alte als auch neue, zu nehmen.

Erfolge sind bedroht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt den Weg in die Zukunft mit folgenden Schritten, die weltweit zu gehen sind:

  • Stärkung der Rolle des Gesundheitssektors in der HIV Prävention;
  • Steigerung der Sensibilisierung hinsichtlich des HIV Status;
  • Stärkung und Fortsetzung der Bemühungen, die HIV Behandlung und Pflege auszudehnen;
  • Beschleunigung des Zugangs zur HIV Prävention und Betreuung für Frauen und Kinder;
  • Überwindung der Schwächen von Gesundheitssystemen;
  • Verbesserung der strategischen Informationen, um die Reaktion des Gesundheitsbereichs anzuleiten.

Diese Schritte sind 2008 formuliert worden, und eine neue und zusätzliche Hürde ist entstanden: »Wie soll man mit der weltweiten Finanzkrise fertig werden?« Es ist zu erwarten, dass Regierungen aus allerWelt weniger Geldmittel für den Global Fund oder die direkten bilateralen Hilfen für Länder im Subsahara-Afrika zur Verfügung stellen. Es scheint momentan wichtiger zu sein, Milliarden von Dollar und Euro in Banken, die Autoindustrie et cetera statt in die HIV Prävention und entsprechende Pflegeprogramme zu stecken. PEPFAR (US President’s Emergency Plan for AIDS Relief) – das AIDS-Programm der US-amerikanischen Regierung, das größte Programm einer Regierung weltweit, hat sein Budget für 2009 nicht erhöht, und der Global Fund sieht sich in diesem Jahr mit einem Defizit von 3–4 Milliarden Dollar konfrontiert. Wenn weniger Geldmittel zur Verfügung stehen, wird die erste Priorität darin bestehen, die Weiterführung der Beandlung sicherzustellen. Dies ist nachvollziehbar, jedoch sind zur weiteren Reduzierung von Neuinfektionen mehr Finanzmittel notwendig. Eine steigende Zahl von Neuinfektionen wird in einigen Jahren größere Probleme bereiten. Die globale Finanzkrise droht sich negativ auf die bisher gemachten Fortschritte im Bereich der Prävention und Fürsorge von HIV auszuwirken.

Die Tragik in der Prävention der Mutter-Kind-Übertragung

Grabstein eines Baby, das an der Immunschwächekrankheit HIV verstorben ist. © F. Stark / missio

Eine alte Hürde, die es auch weiterhin zu nehmen gilt, ist die Verbesserung der Prävention von HIV-Übertragungen von infizierten schwangeren Frauen auf ihre Kinder. Vor ein paar Jahren wurde eine einfache Strategie entwickelt, derzufolge Frauen kurz vor der Geburt eine einzelne Tablette verabreicht wird, dem Neugeborenen ein paar Tropfen direkt nach der Geburt. Die akutellen Ergebnisse dieser Strategie sind jedoch extrem enttäuschend. In den meisten Ländern des afrikanischen Kontinents wird nur in weniger als 25 Prozent der Fälle diese notwendige Therapie verabreicht. Dies bedeutet, dass täglich etwa 1.000 HIV-infizierte Kinder weltweit geboren werden.

Alternativen zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung werden gesucht und sind zum Teil vorhanden, jedoch ist der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich, die diese Programme implementieren sollen, ein großes Problem. Ein Gruppe von Geburthelferinnen in Südafrika hat den Vorschlag gemacht, allen HIV-infizierten Frauen in Afrika während ihrer Schwangerschaft und der Stillzeit HAART zu verabreichen, ohne auf ihren klinischen Status und andere Kritierien zu schauen, die normalerweise entscheidend für die Zugangsberechtigung von HAART sind. Dies ist ein recht drastischer Vorschlag, der jedoch eine größere Wirkung haben kann.

Der Mangel an ausgebildeten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich ist aller Voraussicht nach eine der größten Hürden, die es in den nächsten Jahren zu nehmen gilt. Dieser Mangel hat verschiedene Gründe: die Migration von medizinischen Fachkräften nach Europa, Australien und Nordamerika, der Tod von Fachkräften aufgrund der Infizierung mit HIV oder auch die Migration vom staatlichen in den privaten Sektor, wo es ein besseres Gehalt gibt. Jedoch ist zu wenig unternommen worden, um diesen Mangel zu kompensieren. Deutlich mehr Finanzmittel werden benötigt, um die Ausbildungskapazitäten zu steigern, um bessere Gehälter in Subsahara-Afrika zahlen zu können; und schließlich müssen die reichen und (so genannten) entwickelten Länder aufhören, medizinische Fachkräfte aus Afrika und Asien zu rekrutieren.

Unser Resümee in zehn Jahren?

Die Zeitperiode von 2000–2009 kann charakterisiert werden als eine Periode positiver Veränderungen in Subsahara-Afrika.

Neue Infektionen sind zum Teil verhindert worden, mehr und mehr Menschen haben Zugang zur Behandlung, aber noch viele haben bisher keinen Zugang. Die globale Finanzkrise bedroht die gemachten Fortschritte. Noch größere Anstrengungen müssen in den kommenden Jahren unternommen werden, um zu verhindern, dass wir in zehn Jahren die dann zurückliegende Periode von 2010 –2019 mit den Worten kennzeichnen: »Alles wie gehabt«.

Piet Reijer, Doktor der Medizin, Masterabschluss in Public Health, langjährige ärztliche Tätigkeit in Sambia und anderen afrikanischen Ländern, seit 8 Jahren als Berater des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg tätig.

Dieser Beitrag wurde erstmals in "Forum Weltkirche ", Ausgabe 6/2009, Seite 15 f., veröffentlicht.

© 2009-2017 missio Aachen