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Standpunkt: "Freude am Glauben"

Prälat Dr. Klaus Krämer

23. Februar 2012

Wenn sich kirchliche Versammlungen jähren, beschäftigt das in der Regel vor allem die theologische Fachwelt. Dem bevorstehenden Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils ist unbedingt die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit zu wünschen. Schon die Entscheidung zur Einberufung des Konzils vor 50 Jahren war eine Überraschung. Eine Erneuerung der Kirche im Blick auf die damaligen Fragen seiner Zeit wollte Johannes XXIII. einleiten. Bei dieser Zielsetzung kann es kaum verwundern, dass das Konzil allen Beteiligten eine gewaltige Anstrengung abverlangte. Die Arbeit der Konzilsväter hat der Kirche reiche Frucht gebracht: Allem voran haben die Ergebnisse der Hoffnung der Menschen auf einen befreienden Glauben Nahrung gegeben. „Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil“ können wir heute im Gottesdienst singen. Das Konzil hat daran einen erheblichen Anteil. In noch nie da gewesener Weise sprach es von einer Heilsmöglichkeit für alle Menschen und von einer positiven Bedeutung anderer Bekenntnisse und Religionen.

Für die weltweite missionarische Bewegung eröffneten sich dadurch neue Welten. Mussten Missionare zuvor davon ausgehen, dass Menschen, die sie nicht erreichen konnten, auf immer verloren waren, durften sie jetzt auf den allgemeinen Heilswillen Gottes vertrauen. Nichts widerspräche dem Geist des Konzils mehr, als aus dieser Gewissheit nun das Ende der Mission abzuleiten. Das Gegenteil ist der Fall: Bis zum Konzil wurde Mission als Aufgabe von Priestern und Ordensleuten verstanden, die in den Missionen ihren Dienst taten. Seit dem Konzil wissen wir: Das missionarische Zeugnis ist allen Christen aufgetragen, zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Selbstverständlich ist das auch 50 Jahre nach dem Konzil nicht. Viele Katholiken tun sich schwer mit der Vorstellung, selbst einen missionarischen Auftrag zu haben. Das Konzilsjubiläum könnte anregen, neu darüber nachzudenken. Benedikt XVI. hat es zum Anlass genommen, ein „Jahr des Glaubens“ auszurufen, das am 11. Oktober, dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Konzils, beginnen wird. Bemerkenswert ist, dass der Heilige Vater ein im besten Sinne missionarisches Bild aus der Apostelgeschichte über seine Einladung zum Glaubensjahr stellt: Suchenden die „Tür zum Glauben“ (Apg 14,27) zeigen. Die Krise des missionarischen Bewusstseins war und ist immer auch eine Glaubenskrise. Deshalb geht es stets um beides: die Freude am Glauben zu entdecken und die Begeisterung in der Weitergabe des Glaubens wiederzufinden. Auf Reisen, bei Veranstaltungen mit missio-Gästen und bei Besuchen unserer Projektpartner in der missio-Zentrale erlebe ich immer wieder, wie sehr die Begegnung mit dem Glaubenszeugnis von Christen aus anderen Ländern und Kulturen helfen kann, die eigene Freude am Glauben wiederzufinden. Es wäre ein schöner Beitrag zum Jubiläumsjahr, wenn es uns bei missio gelänge, diese Erfahrung vielen Menschen zu ermöglichen.

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