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Im Krisengebiet am Kivu-See

Die Meldungen aus dem Kongo sind so grausam, dass sie das Vorstellungsvermögen fast übersteigen: 1,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht, allein in den letzten Wochen wurden Hunderte Frauen vergewaltigt, und täglich kommen neue Opfer dazu. Bei einer Reise nach Goma am Kivu-See machte sich missio-Referent Matthias Vogt ein Bild von der aktuellen Situation. Mut und Einsatz kirchlicher Mitarbeiter haben ihn tief beeindruckt.

Wenn die Kirchenglocke schweigt, ist das ein Alarmsignal. Dann wissen die Flüchtlinge in den Wäldern: Wir müssen schleunigst hier weg, denn es wird wieder gefährlich. Aber solange der Pfarrer sie morgens um sechs Uhr läutet, gibt ihnen das die beruhigende Gewissheit: Die Missionare sind noch da. Also sind die Rebellen nicht weiter vorgerückt und können auch wir bleiben. Abbé Marcs Pfarrei Nyakariba liegt 80 Kilometer nordwestlich von Goma im Gebirge. Sein Haus haben regierungstreue PARECOMilizen vor eineinhalb Jahren in Brand gesteckt. Angeblich, weil sie vermuteten, dass sich Rebellenführer Laurent Nkunda darin versteckt hielt. Seitdem lebt der Priester in einem winzigen Holzanbau, der früher als Sakristei diente. Immer wieder hat ihn der Bischof gedrängt, das Krisengebiet im Nordosten des Kongos zu verlassen. Abbé Marc aber will an der Seite der Menschen ausharren und ihr Leid teilen – obwohl ihm die Milizen mehrfach gedroht haben. Viele Ordensleute in der Region am Kivu-See tun es ihm gleich: die Patres, die sich um die Flüchtlinge kümmern oder die Schwestern, die ihre Krankenstationen und Ernährungszentren gerade jetzt unter keinen Umständen aufgeben wollen.

„Durch ihre Arbeit wissen die Ordensleute sehr genau, wer wirklich Hilfe braucht“, sagt Matthias Vogt. Ich bewundere ihr Engagement und ihren Mut, trotz aller Warnungen an der Seite der Menschen zu bleiben.“ Der missio-Länderreferent ist gerade von einer Reise in den Kongo zurückgekehrt. In Goma machte er sich ein Bild von der aktuellen Lage und informierte sich, wie die missio-Hilfe ankommt. Sein Fazit: Unsere Projektpartner leisten selbst mit wenig Geld Großartiges. Da die Situation zurzeit relativ stabil ist, kehren die ersten Flüchtlinge in ihre Dörfer zurück. missio will sie unterstützen und der Kirche helfen, dort wieder ein lebendiges Gemeindeleben aufzubauen.

Beatrix Gramlich, kontinente - Das missio-Magazin, Ausgabe 3/2009

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