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Partnerschaft

Vom Rhein an den Viktoriasee

Am Anfang kam zwei- bis dreimal im Jahr Post aus Kenia. In seinen Briefen schilderte der Pfarrer von Uradi das Leben in dem Dorf unweit des Viktoriasees. Vieles, was er schrieb, konnten sich die Mondorfer kaum vorstellen. Aber die Deutschen waren entschlossen, zu helfen. Dieses Jahr feiert die Gemeinde bei Bonn 40 Jahre Partnerschaft mit Uradi, und zwischen Rhein und Viktoriasee sind viele Freundschaften entstanden.

Ein Volk Gottes: Pfarrer Uwe Diedrichs gab den Anstoß zur deutsch-afrikanischen Partnerschaft. © Peter Kerenyi

„Gerade habe ich eine Mail aus Uradi bekommen“, erzählt Gisela Schmitz. „Die Direktorin des Mädchengymnasiums schreibt, dass die Schule wieder begonnen hat, jetzt, da der Streik beendet ist.“ Mit 20 Mitstreitern aus der Pfarrei St. Laurentius Mondorf kümmert sich die 75-Jährige um die Partnerschaft mit der kenianischen Gemeinde St. Lawrence. Zwischen Rhein und Viktoriasee gehen ständig Mails, Telefonate und SMS hin und her. Junge Deutsche absolvieren ihr freiwilliges soziales Jahr in Uradi, afrikanische Gäste kommen nach Deutschland. „Beschreibungen und Fotos können noch so schön sein. Das eigene Erleben ist immer besonders prägend“, sagt der Vorsitzende des Partnerschaftskreises, Peter Kerenyi.

Signal: Die Deutschen pflanzen Bäume in Uradi. © Peter Kerenyi

Aus den Partnern von einst sind Freunde geworden. In den vergangenen 40 Jahren sind in Uradi nicht nur Mädchenschule, Kindergarten und Gesundheitszentrum entstanden. Nach deutschem Vorbild haben sich dort auch eine Pilgergruppe, eine Kolpingsfamilie und eine Frauengemeinschaft gebildet. Der gegenseitige Austausch ist ein Gewinn für beide Seiten. „Mit welch bescheidenen Möglichkeiten die Menschen dort leben! Man kommt zurück und ist so klein mit Hut“, sagt Gisela Schmitz. Aber sie berichtet auch, welch hohe Erwartungen die Kenianer anfangs hatten. „Dass auch wir arbeiten und sparen müssen, um uns den Besuch bei ihnen leisten zu können – das lernen sie von uns.“ Sie ist gerade dabei, in Uradi Handwerksausbildungen für Jugend liche zu organisieren. Außerdem will der Partnerschaftskreis dort endlich für sauberes Wasser sorgen.

Den Anstoß zu all dem gab 1975 der Mondorfer Pfarrer Uwe Diedrichs. Die Gemeinde wollte von ihrem Wohlstand abgeben, über Kontinente hinweg mit anderen als Volk Gottes unterwegs sein und war begeistert von der Idee einer Partnerschaft. So reiste eine Delegation des Pfarrgemeinderats zu missio und wählte eine kenianische Pfarrei, in der ein holländischer Missionar arbeitete. Damit, so dachten sie, würden sich zumindest die Sprachschwierigkeiten in Grenzen halten.

Was mit Spenden und sporadischem Briefwechsel begann, wurde bald zur Erfolgsgeschichte. Heute gibt es in Mondorf ein ganzes Netzwerk an Partnergruppen. Die jüngsten Mitstreiter sind Kleinkinder, die Ältesten weit im Seniorenalter. Ihre 40 Jahre Partnerschaft mit Uradi feiern die Mondorfer das gesamte Jahr über mit Aktionen wie Partnerschaftssonntag, Kochkurs und Filmabend. Das Jubiläum soll kein Rückblick werden, sondern Startschuss für viele weitere Jahre.

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