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Standpunkt

Gott auf der Straße

Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen

In diesen Wochen bereiten sich zahlreiche Gemeinden auf die Prozessionen zu Fronleichnam vor. Doch vielen ist die Bedeutung des Festes so schwer verständlich wie sein Name. Daran hat auch die heute offizielle Bezeichnung „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ nichts ändern können. Das 1246 auf Anregung der Nonne Juliane von Lüttich eingeführte Fest hat eine bewegte Geschichte. Lange galt es als das katholischste aller Feste, durchaus in bewusster Abgrenzung zu den evangelischen Christen. Heute sind die Prozessionen vor allem ein buntes Bild der Freude am gelebten Glauben, nicht nur wegen der kunstvoll gestalteten Blumenteppiche. Gehend, betend, singend folgen Katholiken dem Herrn in seiner eucharistischen Gestalt durch die Straßen, um Gott zu den Menschen zu bringen. Das verlangt vielleicht nicht mehr die öffentliche Entscheidung, die die Prozession zu anderen Zeiten bedeutete, ist aber immer noch ein Zeugnis.

Fronleichnam macht deutlich, dass der christliche Glaube keine Privatsache ist, sondern im besten Sinne missionarisch: Zeugnis für das Leben, das Gott durch Jesus Christus allen geben will, ungeachtet von Herkunft und Kultur. Am Anfang der Fronleichnamstradition war das alles andere als selbstverständlich. Es kostete Überwindung, die geweihte Hostie aus der Kirche herauszuführen. Schließlich wird in der Monstranz Gott selbst durch die Straßen getragen. Das Fronleichnamsfest ist das Fest der Gegenwart Gottes in unserer Welt. Deshalb ist es so wichtig, sich daran zu erinnern, dass eine Wurzel dieses sinnenfrohen Festes in der Karwoche liegt: in der Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und an den Aufbruch zum Ölberg, in das Dunkel des Verrates, von Leiden und Tod. Für unzählige Menschen ist dieses Dunkel heute bittere Realität. Wir müssen dafür nicht erst bis nach Nordnigeria oder Syrien, Zentralafrika oder Eritrea schauen, aber wir sollten diese Realität an Fronleichnam nicht ausblenden.

Fronleichnam feiern heißt, vor aller Welt zu bekennen, dass das Dunkel nicht das letzte Wort hat. Es heißt, mit Worten und mit Taten den Osterglauben zu bezeugen. So wie die Frauen und Männer, die sich mit der Unterstützung von missio in ihrer Heimat engagieren, damit Menschen wieder leben, aufatmen und sich entfalten können.

Fronleichnam ist das Ja zum Leben, zum Leben hier und jetzt und über den Tod hinaus.

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